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Grimma Knapp 12500 Besucher bisher im Kleinbothener Bad
Region Grimma Knapp 12500 Besucher bisher im Kleinbothener Bad
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05:00 25.07.2018
Abkühlung von oben und von unten – tut bei diesen tropischen Temperaturen gut. Martha, Oskar und Maynys (v.l.). genießen die Dusche sichtlich. Quelle: Frank Schmidt
Grimma/Kleinbothen

Sieben Uhr morgens. Für Veronika Langefeld und deren Mitstreiter Daniel Zanikow beginnt der Arbeitstag im Freibad Kleinbothen, das von der OEWA betrieben wird. Zwei Stunden vor der regulären Öffnungszeit. Ein langer Tag liegt vor den „Fachangestellten für Bäder- und Betriebstechnik“, so die offizielle Berufsbezeichnung für die Schwimm- und Bademeister, denn sie wissen, vor 21 Uhr werden sie das Gelände nicht verlassen.

Straffes Tagesprogramm

Von wegen Traumjob à la Baywatch unter der Sonne von Malibu. Gleichwohl Langefeld und Zanikow ihren Beruf lieben und gerne ausüben, ist es ein Knochenjob. Mit einem straffen Tagesprogramm: Tägliches Saubermachen der Becken und Sanitäranlagen, das Pflegen der Grünanlagen samt Müllsammeln, Schwimmkurs und die Kassenabrechnung gehören dazu.

Ach ja, die Wasserqualität in den zwei seit 1996 bestehenden Edelstahlbecken muss auch stimmen. Dafür werden täglich zwei Handmessungen vorgenommen. Natürlich bekommen die Bademeister technische Unterstützung, was die Kontrolle der Wasserqualität angeht. Aber geht es um die Einstellungen der richtigen Dosierung von Zusätzen, sind genaue Kenntnisse im Umgang mit den notwendigen Chemikalien zwingend notwendig. „Denn auch hierfür sind Risiken und Nebenwirkung von unterschiedlichen Zusätzen zu beachten“, weiß Langefeld. Und ganz zu schweigen von der immensen Verantwortung, die ein Schwimm- und Bademeister für jeden einzelnen Badegast hat. In diesem Jahr ganz besonders, denn seit Beginn der Saison haben sich schon knapp 12 500 Wasserratten im Freibad Kleinbothen wohlgefühlt. Und sicher. „Wir hatten bisher noch keine nennenswerten Verletzungen und aus dem Wasser mussten wir auch noch keinen in Not geratenen Badegast fischen“, klopft sich Langefeld stolz auf die Schulter.

Ideale Bedingungen

Die Bedingungen dafür sind optimal. Für Nichtschwimmer gibt es ein getrenntes Becken, welches etwa 600 Quadratmeter groß ist und in Kombination mit einem Kleinkindbecken besonders gerne von Kindereinrichtungen genutzt wird, die zu den Stammgästen im Freibad Kleinbothen gehören. Das Schwimmerbecken ist etwa 450 Quadratmeter groß und mit einer großen Wasserrutsche und einem Einmetersprungbrett bestückt. Beide Badeelemente sind so angeordnet, dass sie den aktiven Schwimmbetrieb nicht stören können. Was auch gut so ist, „denn es gibt viele Badegäste, die täglich eifrig ihre Bahnen ziehen“, freut sich Langefeld.

24 Grad Wassertemperatur

Wer das noch nicht so gut beherrscht, ist ebenfalls bei ihr in guten Händen. „Stimmt, jeder kann zu jeder Zeit bei uns das Seepferdchen machen. So haben wir in diesem Jahr schon 64 Schwimmprüfungen abgenommen“, sagt Langefeld. Bei dieser Gelegenheit noch ein paar Zahlen: Betrug zu Beginn der Badesaison die Wassertemperatur gerade einmal 16 Grad Celsius, ist sie nun mit 24 Grad nahezu konstant. Oder: Wurden am 18. Mai bei nur knapp 20 Grad Lufttemperatur null Besucher gezählt, war am 4. Juli der wärmste Tag mit über 30 Grad, an dem 637 Badegäste kamen. Doch damit scheint das Ende der Fahnenstange noch nicht erreichst, wie die meteorologischen Aussichten der kommenden Tage verheißen.

Und bedauert es da Langefeld, nur am Beckenrand stehen zu müssen, statt nach Lust und Laune ins kühle Nass zu springen? „Ach was, das ist wie beim Bäcker oder Fleischer, die täglich in ihrem Element sind und dann ganz einfach gerne etwas Gegenteiliges wollen“, antwortet sie lachend.

Das Bad in der Badstraße ist täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet

Von Frank Schmidt

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