Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Kommunalinvest-Paket: 2,5 Millionen Euro für die Zukunft von Grimma
Region Grimma Kommunalinvest-Paket: 2,5 Millionen Euro für die Zukunft von Grimma
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:22 09.09.2016
Grundschule Mutzschen: Die Sanierung geht weiter. Aus dem Kommunalinvest-Paket sollen 442 500 Euro fließen. Quelle: Andreas Röse
Anzeige
Grimma

Warmer Regen für Grimma: 2,49 Millionen Euro erhält die Stadt aus dem Kommunalinvest-Paket „Brücken in die Zukunft“. „Damit können wir zwölf beantragte Maßnahmen durchführen“, sagt Grit Naujoks, Amtsleiterin für Finanzen bei der Stadtverwaltung Grimma. Die Förderhöhe betrage 75 Prozent. Zusätzlich fließen im Rahmen des Landkreis-Anteils noch 562 500 Euro für die Ersatzbeschaffung eines Drehleiterfahrzeuges der Feuerwehr Grimma.

Die Verwendung des Geldes ist bereits sehr konkret: Allein fast 1,9 Millionen Euro werden in den Neubau der Kindertagesstätte „Parthenzwerge“ in Großbardau fließen. Mit 450 000 Euro schlägt die energetische Sanierung der Awo-Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Grimma Süd zu Buche. „Ziel ist die energetische Sanierung der Gebäudehülle, neue Fenster sind einzusetzen und die Fassade zu dämmen“, so die Kämmerin. Auch an der Grundschule Mutzschen sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. Dafür stehen aus dem Paket 442 500 Euro zur Verfügung. Damit soll die Fassade gedämmt werden und Abdichtungen erfolgen.

Ein Stück vom großen Kuchen bekommen auch die Kindertagesstätten “Am Schwanenteich“, „Zwergenland“ in Grimma und die Oberschule Grimma ab. Hier geht es vorrangig um Brandschutzmaßnahmen. Die Außenanlagen der Grundschule „Bücherwurm“ in Grimma West wird nun auch gestaltet. Außerdem soll in die Turnhalle eine neue Heizungssteuerung eingebaut werden. „Für die Grundschule Hohnstädt ist die Instandsetzung einer Stützmauer in Höhe von 50 000 Euro vorgesehen“, erläutert Grit Naujoks.

Die Mauerwerkstrockenlegung im Kellerbereich kann nun auch in der Grundschule Großbothen in Angriff genommen werden. Dafür stehen 30 000 Euro aus dem Investpaket zur Verfügung. Nicht zu letzt erhält das Gymnasium St. Augustin 17 000 Euro, um Arbeiten am Dach und der Fassade durchführen zu können.

Doch trotz der großzügigen Förderung bleibt die Stimmung in der Kommune getrübt. „Wir freuen uns über die Mittel aus dem kommunalen Investpaket. Doch wir rechnen mit weniger investiven Zuweisungen, wenn der Staatshaushalt 2017/2018 beschlossen worden ist“, gibt Oberbürgermeister Mathias Berger (parteilos) zu bedenken. Denn erste Informationen lassen ihn davon ausgehen, dass der Entwurf Streichungen für die Kommunen unter anderem im Kindertagesstättenbereich, der investiven Sportförderung und der Brachflächenrevitalisierung enthält. „Ich sehe es kritisch, wenn Sonderprogramme aufgelegt werden und auf der anderen Seite Mittel gestrichen werden“, so der Oberbürgermeister. Es gäbe immer mehr Verwaltung, jedoch zunehmend weniger Geld für die Kommunen insgesamt. „Durch die Sonderprogramme werden die Kommunen immer mehr entmündigt“, erklärte er.

Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Stadt Grimma stets großen Wert auf die soziale Infrastruktur gelegt habe. „Seit meinem Amtsantritt habe ich darauf geachtet, dass die Pro-Kopf-Verschuldung jährlich gesenkt wird. Derzeit liegen wir bei 520 Euro pro Einwohner. Der Durchschnitt beträgt 800 Euro pro Kopf“, so Matthias Berger.

Von Cornelia Braun

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 107 an der A14-Anschlussststelle Grimma ist am Mittwoch ein Mann ums Leben gekommen. Der 56-jährige Autofahrer hatte wohl beim Abbiegen einen Lastwagen übersehen, berichten Augenzeugen.

08.09.2016

Die Wirtschaftsförderer der Region gehen weite Weg, um Unternehmen für ein Engagement im Landkreis zu interessieren. In diesem Jahr wurden die Fühler unter anderem bis ins Silicon Valley und die Schweiz ausgestreckt.

07.09.2016

Der krönende Abschluss der Sanierung des Jagdhauses Kössern ist die Illumination des barocken Gebäudes. Dafür spendeten die Bürger des Ortes. Zum Dorffest wurde der festliche Augenblick gefeiert.

09.09.2016
Anzeige