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Grimma Komplettes Vertragswerk zum Naunhofer Gymnasium auf Prüfstand
Region Grimma Komplettes Vertragswerk zum Naunhofer Gymnasium auf Prüfstand
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17:00 19.05.2015

Verhandelt werden soll zunächst hinter verschlossener Tür. Dagegen fordert die Linke im Stadtrat öffentliche Gespräche. Und die Elternschaft organisiert sich in Arbeitsgemeinschaften, mit denen die Bildungsstätte unterstützt werden soll.

"Der Betreiber des Freien Gymnasiums Naunhof, die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, und die Stadt Naunhof sind sich darin einig, gemeinsam Wege zum Erhalt des Freien Gymnasiums Naunhof zu finden." Dies teilten beide Partner gestern in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Sie bezogen sich damit auf eine gemeinsame Sitzung am 8. Mai, in der auch die Kommunalaufsicht des Landratsamtes anwesend war (LVZ berichtete).

Wegen der Beanstandungen der Kommunalaufsicht zum Vertragswerk zwischen Campus, Stadt und Naunhofer Wohnbau GmbH als kommunaler Gesellschaft mache sich eine Modifizierung des bestehenden Mietvertrages erforderlich. Momentan zahlt der Betreiber eine Miete an die Stadt, und die Stadt überweist eine größere Summe an die Wohnbau GmbH. "Unter Umständen müssen wir die Verträge neu stricken. Nichts bleibt unangetastet", erklärte Bürgermeister Zocher auf Anfrage. Eine der Optionen sei, dass der Campus direkt an die Wohnbau-Gesellschaft zahlt.

Die Klärung der Vereinbarungen, die den Bestand des Freien Gymnasiums sichern sollen, so heißt es weiter in der gemeinsamen Mitteilung, werde bis zum 30. Mai erfolgen. Über Inhalte der beabsichtigten Vertragsänderungen würden sich die Parteien bis dahin ausschließlich intern verständigen. "Die Frage nach der Zukunft des Gymnasiums und seiner Finanzierung bis zur Fertigstellung muss ohne Zeitverzug und öffentlich entschieden werden", fordern hingegen die Ratsherren der Linken, Harry Eichhorn und Christian Plischke. Sie erklärten gestern, dass die Diskussion viel zu spät geführt werde. Seit Jahren wären den Abgeordneten die hohen finanziellen Risiken, die mit dem Aufbau der Bildungsstätte verbunden seien, bekannt gewesen. "Unsere Warnungen sind nicht nur sträflich ignoriert worden", klagen sie. Sie hätten auch massive persönliche und politische Anfeindungen hinnehmen müssen.

Laut Hans-Dieter Ulm, Pressesprecher des Fördervereins des Gymnasiums, wollen aktive Eltern jetzt ihre Kräfte bündeln und Strukturen schaffen, um mitzuhelfen, die Schule mittel- und langfristig zu sichern und auszubauen. Formieren würden sich Arbeitsgemeinschaften. Eine davon sei die AG Recht, in der unter anderem Anwälte vertreten wären und die auf Anfrage beratend tätig sein wolle. Die AG Presse wolle voraussichtlich in der kommenden Woche die angekündigte Internetpräsentation des Fördervereins freischalten. Eine AG Lobby, so Ulm weiter, werde in Stadt, Landkreis und Freistaat um Unterstützung für das Gymnasium werben, ein Netzwerk aufbauen, für das auch heimische Bundestagsabgeordnete angesprochen werden sollen. Die AG Akquise erarbeite Sponsoringkonzepte, wolle bei Unternehmen Mittel für den Weiterbau des Gymnasiums einwerben und Stipendien auflegen, damit für jene Eltern, die es sich nicht leisten können, das Schulgeld der Kinder und deren Grundausstattung übernommen werden können. Die AG Veranstaltung sei eine Art Organisationskomitee. Sie bereite beispielsweise das für den 8. Juni geplante Schulfest vor.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2013

Pfeifer, Frank

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