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Grimma Konzert für Ohren - und Augen
Region Grimma Konzert für Ohren - und Augen
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05:00 26.09.2011
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. Dort wurde unter der künstlerischen Leitung von Erwin Stache mit der „Mulda Mysteria – Ah²Oh" ein besonderes Konzert geboten.

Außergewöhnlich hoch schienen auch die Erwartungen der Besucher an dieses Konzert. „Zu gerne erinnere ich mich an das ähnlich inszenierte Konzert weiter flussabwärts im letzten Jahr. Das war es wert, etwas kalte Füße bekommen zu haben", sagt Gerd Steinbrecher. „Und wenn ich hier die Bühneninstallationen sehe, bin ich vom Erfolg überzeugt, bevor es richtig begonnen hat." Von ihrer Leistung zu 100 Prozent überzeugt waren die Musiker vom Quintett der Sächsischen Bläserphilharmonie. „Aber das Spannende an unserem Auftritt ist, dass es für uns keine Probe gab. Und wir wissen auch nicht, wie lange die einzelnen Konzertteile dauern und die verschiedenen Akts ineinandergreifen", sagte Thomas Scheibe stellvertretend für seine Musikerkollegen. „Ja, das ist ganz ungewöhnlich für uns, die noch dazu während der Überfahrt im Fährboot spielen."

Für Verwirrung, allerdings nach Regieanweisung, sorgte die Künstlergruppe „Atonor". Sie waren permanent im Wasser unterwegs. Mal waren sie dank der Lichtinstallationen von Günter Ries und der pyrotechnischen Effekte von Roland Keil deutlich sichtbar, mal aber auch nur schemenhaft in nächtlicher Dunkelheit zu erkennen. Ihre Aktionen verleiteten zum ständigen Blickrichtungswechsel. Was sie zwischendurch mit den Ansagen „Backbord, Steuerbord, Steuer-Backbord" zu koordinieren versuchten. Die Zuschauer hatten sich aber auch längst damit abgefunden, mal nach recht und mal nach links zu schauen. „Der Veranstalter sollte mal darüber nachdenken, den Namen dieser Konzertreihe ,Was hören wir‘ zu ergänzen mit ,Was sehen wir‘", sagte Zuschauerin Beatrice Jobisch. „Das ist ein Kompliment, denn man bekommt auch enorm viel und Beeindruckendes vor Augen geführt." Sie war voll Anerkennung für den Künstler Erwin Stache und die Akteure der Gruppe Atonor. Denen kam es darauf an, „dass wir mit der Kunst eine Symbiose eingehen, obwohl manch einer sagt, es würde sich gar nicht miteinander vertragen – Wasser und Strom zum Beispiel".

Getrübt wurde das Kunsterlebnis von Zaungästen, die sich neben der undurchsichtigen Zaunanlage niedergelassen haben und so zumindest das Lichtspektakel auf der anderen Uferseite verfolgten. Mit ihrem Geschwätz und Gelächter störten sie nicht nur, sie outeten sich auch als Kulturbanausen.

Frank Schmidt

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