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Grimma Kooperation mit AfD für Christdemokraten im Landkreis undenkbar
Region Grimma Kooperation mit AfD für Christdemokraten im Landkreis undenkbar
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00:17 15.10.2016
Hannelore Dietzschold sitzt für die Christdemokraten im Leipziger Land im Sächsischen Landtag. Quelle: Archiv
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Landkreis Leipzig

Nachdem der Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer, einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD auf Landes- und Bundesebene eine Absage erteilt hat, ist auch für Christdemokraten im Landkreis eine mögliche Koalition undenkbar. „Ich sehe keine Veranlassung, über Koalitionen mit der AfD nachzudenken“, sagt Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU). Damit stellt sie sich gegen die Äußerungen ihres Parteikollegen Hermann Winkler. Der CDU-Europaabgeordnete hatte vor einer linken Republik gewarnt und für eine bürgerliche Mehrheit gemeinsam mit der Alternative für Deutschland (AfD) geworben.

Auch Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU-Kreisvorstand, lehnt eine gemeinsame Arbeit mit der AfD ab. „Eine Koalition mit der CDU und AfD kommt nicht in Frage.“ Weder auf Bundes-, Landes- noch Kreisebene dürfe es eine Zusammenarbeit geben, meint auch die aus Wurzen stammende Hannelore Dietzschold, Mitglied im Sächsischen Landtag. „Die AfD ist in ihren Ansichten menschenverachtend. Mit so einer Partei kann es keine Berührungspunkte geben“, so die Politikerin.

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 und die Landtagswahl in Sachsen 2019 sei es wichtig, so Dietzschold, den Kontakt zu den Bürgern und Wählern zu suchen. „Wir müssen miteinander sprechen und uns austauschen. Ich kann nur jeden Einzelnen dazu einladen, unsere Veranstaltungen zu besuchen.“ Landgraf plädiert ebenfalls für Dialog. „Ich bin für eine schonungslose inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD, um diese neue Partei schnell entzaubern zu können.“ Außerdem solle sich jeder kritisch mit der Partei auseinandersetzten und deren Akteure genau anhören. „Dann dürfte das Thema ganz schnell erledigt sein.“

Von Breitenbuch findet deutliche Worte: „Die AfD gaukelt den Menschen vor, Politik ginge einfacher und würde nur zum eigenen Machterhalt verkompliziert. Für uns reicht es in der Demokratie aber nicht, zu meckern und zum Wutbürger zu werden. Demokratie ist harte Arbeit für jeden einzelnen. Das gilt für den Bund, Europa genauso wie für Sachsen und den Landkreis“, so der Landtagsabgeordnete weiter. „Mit Protest und Spaltung führt und gestaltet man keine Gesellschaft und löst auch keine Probleme der Menschen“, meint auch Landgraf.

Die Kommunalpolitiker befinden sich mit ihrer Kritik an der AfD auf Kurs mit der Landespartei. Kretschmer hat bereits eine Koalition ausgeschlossen, „wegen der handelnden Personen und wegen der Inhalte“, so der Sächsische CDU-Generalsekretär. Die Diskussion sei „völlig abwegig und unglaublich schädlich“, betonte er. Vielmehr müsse sich die CDU auf ihre eigenen Inhalte konzentrieren, selbst Antworten auf die Probleme geben und sie lösen.

Von Tatjana Kulpa

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