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Grimma Kosten explodieren – Arbeiten am Veranstaltungsraum ruhen
Region Grimma Kosten explodieren – Arbeiten am Veranstaltungsraum ruhen
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08:02 19.05.2018
Blick auf die alte Spitzenfabrik am Mulderadweg in Grimma, wo sich das Dorf der Jugend etabliert hat. Quelle: Frank Prenzel
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Grimma

„Gemauert haben wir“, sagt Tobias Burdukat. Doch inzwischen ruhen die Arbeiten am Veranstaltungsraum im Dorf der Jugend. Im Erdgeschoss des Produktionsgebäudes der einstigen Spitzenfabrik wird er einmal rund 200 Quadratmeter bieten – doch zum Fertigstellungstermin wagt Sozialarbeiter Burdukat keine Prognose. „Es kommt immer wieder etwas dazu, wo die Kosten explodieren“, so der Spiritus Rector des Dorfes der Jugend in Grimma.

Aktuell gibt es die Anforderung, den Blitzschutz zu erneuern. Das wird wohl um die 10 000 Euro verschlingen. Auch die Zuleitung für den Strom sei neu zu ziehen, erzählt Burdukat und rechnet mit einem fünfstelligen Betrag. Über Spenden wird versucht, die Lücken zu stopfen. Derzeit läuft auch eine Sammlung. „Wenn wir wieder Geld haben, geht es weiter.“

Skatepark soll entstehen

Dabei rückt in diesen Tagen ein weiteres Vorhaben in den Fokus. Am Dorf der Jugend wird ein Skatepark entstehen. „Die Elemente stehen schon bei uns“, erläutert Burdukat. Sie stammen vom städtischen Teletubbyland und wurden dort abgebaut. Die Rampen seien zu erneuern, zum Schluss müsse sie der Tüv abnehmen, so der Chef des Jugend-Dorfes. Aufgebaut werden sollen die Skater-Elemente zischen Ex-Fabrik und Caravanplatz. Zuvor aber müsse die Stadt die Fläche asphaltieren, so Burdukat. Er möchte gern, dass der Park noch in diesem Jahr genutzt werden kann. Das Projekt geht er mit Jugendlichen an, die sozusagen zur zweiten Generation im Dorf der Jugend gehören.

Crossover-Festival ist weiterer Höhepunkt

Veranstaltungs-Höhepunkt ist in diesem Jahr das Crossover-Festival, das am 31. August und 1. September seine 13. Auflage erlebt. Die Organisation haben die älteren Jugendlichen der Spitzenfabrik selbst in der Hand. Es findet zeitgleich mit dem 9. Musikantentreffen des Jugendblasorchesters statt. Burdokat verweist zudem auf einige Veranstaltungen, die unmittelbar vor der Tür stehen. So gibt es am 1. Juni einen Vortrag von Johannes Herwig über die Leipziger Meuten, eine Widerstandsgruppe im 2. Weltkrieg. Und am 10. Juni findet ein Workshop statt, bei dem man lernt, wie bei der Organisation von Veranstaltungen sexistischen und homophoben Handlungen vorgebeugt werden kann.

„Wir machen in diesem Jahr viele kleine Sachen“, erläutert Burdukat mit Blick auf die Neueinsteiger im Dorf. Dem Sozialarbeiter steht zudem ein inhaltliches Projekt vor Augen. Er wolle sich mit den Jugendlichen über Fundamentalismus und Extremismus auseinander setzen. „Das ist ein sensibles Thema“, weiß Burdukat. Er müsse schauen, wie er damit möglichst viele Menschen erreicht.

Von Frank Prenzel

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