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Grimma Kreis will für Jugendamt in Grimma weitere Büros anmieten
Region Grimma Kreis will für Jugendamt in Grimma weitere Büros anmieten
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17:00 11.03.2018
Grimma, Blick auf die Bahnhofstraße und das GGI-Gelände. Quelle: Thomas Kube
Landkreis Leipzig/Grimma

Der Ansturm beim Thema Unterhaltsvorschuss hat jetzt auch Auswirkungen auf die Unterbringung des Jugendamtes. Nachdem die Zahl der Mitarbeiter im zuständigen Sachgebiet aufgestockt wurde, kommt es jetzt nach Darstellung der Kreisverwaltung in der Grimmaer Karl-Marx-Straße 22, Haus 2, zu räumlichen Engpässen.

Unterbringungskonzept von 2016 geht nicht auf

„Deshalb bestand die Notwendigkeit, sich über Lösungen Gedanken zu machen“, erklärte Landrat Henry Graichen (CDU). Insgesamt geht es um neue Büros für 32 Mitarbeiter, die Unterhaltsangelegenheiten betreuen. Ursprünglich war geplant, das gesamte Jugendamt in der Grimmaer Karl-Marx-Straße 22, Haus 2, unterzubringen. Der Beschluss zur Konzentration der Mitarbeiter in Grimma war Teil des Unterbringungskonzepts, das 2016 vom Kreistag beschlossen wurde.

Doch dieser Plan geht nun, nachdem das Personal aufgestockt werden musste, nicht mehr ganz auf. Als Alternative schlägt der Kreis einen Umzug des Sachgebiets Unterhalt in die Bahnhofstraße 5 in Grimma vor. Das fünfstöckige Gebäude nahe des Bahnhofs wird bereits von mehreren Ämtern der Kreisbehörde genutzt. „Dabei wurde davon ausgegangen, dass die Mitarbeiter so unterzubringen sind, dass arbeitsorganisatorisch zusammenhängende Aufgaben auch möglichst auf kurzem Weg erledigt werden können“, heißt es in einem Papier der Kreisspitze.

Objekt beherbergt schon weitere Sachgebiete

„Sinnvoll ist daher, ein komplettes Sachgebiet und nicht einzelne Mitarbeiter in anderen Räumlichkeiten unterzubringen.“ Die Bahnhofstraße 5 befindet sich nur rund 200 Meter vom bisherigen Domizil des Jugendamtes entfernt. „Außerdem haben hier bereits das Gesundheitsamt, das Ausländer- und das Sozialamt ihre Büros“, erläuterte Graichen. Die Verantwortung für die Immobilie liegt bei der Gewerbepark GmbH. Bereits jetzt nutzt der Landkreis Teile des Erdgeschosses sowie die Etagen 1 bis 4. Nunmehr soll die fünfte Etage hinzukommen, um hier das Sachgebiet Unterhalt zu beherbergen.

Verhandlungen mit der GGI laufen

Der Kreis hat mittlerweile Verhandlungen mit der GGI-Geschäftsführung aufgenommen. Diese beziehen sich nicht nur auf die Anmietung der Räume, sondern auch notwendige Umbaumaßnahmen. Ein Vorschlag, den der Kreisausschuss am Dienstag einstimmig abnickte, sieht folgende Lösung vor: Von den auf rund 213 000 Euro geschätzten Umbaukosten würde die GGI rund 136 500 Euro übernehmen. Der Landkreis schultert den Rest in Höhe von 76 500 Euro. Erforderlich seien Renovierungsarbeiten in der fünften Etage. Ebenso müssten Trennwände eingebaut werden, um das jetzige Großraumbüro zu unterteilen und den erforderlichen Datenschutz zu gewährleisten. Des weiteren soll auch der noch nicht genutzte Teil des Erdgeschosses angemietet werden. Dazu werde für das Gebäude ein Gesamtmietvertrag angestrebt.

Von Simone Prenzel

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