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Grimma Kreuzung bei Neichen beschert Trebsens Feuerwehr oft stressige Stunden
Region Grimma Kreuzung bei Neichen beschert Trebsens Feuerwehr oft stressige Stunden
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12:02 21.10.2015
Schnell noch drüber: Die Zugmaschine sieht den Mazda und überquert dennoch die Hauptstraße. Etwa zwei Drittel aller Fahrzeuge (so die Einschätzung des Fotografen) missachten an dieser Kreuzung das Stoppschild. Quelle: Frank Schmidt
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Trebsen/Neichen

So beunruhigend das für den einen oder anderen Zeitgenossen auch gewesen sein mag, aber für den ersten Einsatz haben die Kameraden ihren Feierabend "nur" für eine mehrstündige Übung geopfert. Das Szenario für den zweiten Einsatz fiel jedoch unter die Kategorie "trauriger Feuerwehralltag". In diesem Fall ein schwerer Verkehrsunfall an der Kreuzung Neichen.

Mächtig gekracht hatte es am 17. Oktober an der Kreuzung Neichen bei Trebsen. Bei dem Unfall entstand an den zwei Fahrzeugen ein Sachschaden von mindestens 10.000 Euro.

In der Dämmerung erhellte Blaulicht das Betriebsgelände der Papierfabrik Julius Schulte - um zunächst die Einsatzübung Revue passieren zu lassen. Dafür hatte der kommissarisch eingesetzte Wehrleiter Daniel Rudolph ein Konzept erarbeitet. Demnach galt es Flammen im Braunkohlenbunker zu löschen, die Außenhülle des Bunkers sowie angrenzende Gebäude mit Wasser zu kühlen und nicht definierbare Flüssigkeiten zu sichern und zu bergen. Damit bekam die Übung auch den Charakter eines Gefahrguteinsatzes. Neben der Bereitstellung eines Einsatzleitwagens durch den Landkreis Leipzig waren etwa 40 Kameraden aus Trebsen, Seelingstädt, Neichen und Altenhain- vom gesamten Gemeindeverband - auf den Beinen. Zentrales Ziel der Übung sei das Zusammenwirken aller vier Ortsfeuerwehren gewesen, so der als Einsatzleiter agierende Rudolph. "Grundsätzlich ist die Aufgabenstellung zufriedenstellend erfüllt worden. Das heißt, Defizite, die sich offenbarten, sind intern auszuwerten", bilanzierte der 42-jährige Feuerwehrmann.

Was nicht bis ins Detail geübt werden kann, sind Unfalleinsätze. Weil die konkreten Umstände mit ihren ebenso verschiedenen Auswirkungen jedes Mal aufs Neue zu unterschiedlich sind. Und jedes Mal stelle sich die Frage nach den Ursachen. Bezogen auf den Unfall in Neichen drängt sich nichts auf: Die Beschilderung ist eindeutig und die Kreuzung gut überschaubar. Dennoch kracht es dort immer wieder, weshalb diese Kreuzung im Volksmund als "Unfallschwerpunkt" wahrgenommen und bezeichnet wird. Für letzteren gelten Kriterien, entscheidend sei ein halbjährliches Punktesystem, in das Anzahl und Schwere der Unfälle einfließen, erklärt Polizeisprecherin Katharina Geyer. Daran beteiligt sind Polizei, zuständiger Straßenbaulastträger und die Verkehrsunfallkommission im Landratsamt (LRA). "Unsere Kommission trifft sich regelmäßig einmal im Jahr und bei Bedarf - in der Regel vor Ort", sagt Brigitte Laux vom LRA. Dafür werden Sachverständige und Gutachter hinzugezogen. "Ich erinnere mich an einen Fall", so die Behördensprecherin, "da ist im Kreuzungsbereich eine Hecke gepflanzt worden, damit wurde die Sicht begrenzt und zum Abbremsen gezwungen. Siehe da, es funktioniert."

Frank Schmidt

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