Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Kulinarische Spezialitäten locken Berliner nach Grimma
Region Grimma Kulinarische Spezialitäten locken Berliner nach Grimma
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 27.10.2017
In Aktion: Fotograf Andreas Krone hält das Gespräch mit der Konditorin Julianne Kossack und er Journalistin Jana Schütze fest. Quelle: Foto: Frank Schmidt
Anzeige
Grimma

Wer Land und Leute wirklich kennenlernen will, muss mit ihnen essen. Dieses Motto nehmen sich derzeit die Journalistin Jana Schütze (54) und der Fotograf Andreas Krone (51) zu Herzen, die gegenwärtig für ihr Buch „Dorfköstlich“ in 18 Orten recherchieren, die zum Verbund Sachsens Dörfer gehören. Ihr Buch soll zur internationalen Touristenbörse (ITB) im März 2018 im DDV-Verlag erscheinen.

Jetzt waren sie vier Tage in Grimma, Höfgen und Kössern unterwegs. In Höfgen oder Höfchen – wie die Einwohner liebevoll sagen – gingen sie auf kulinarische Entdeckertour mit Semmelweib Heike Raubold. „Es ist ein süßer Ort mit sieben Höfen und 50 Einwohnern“, erklärt die Berlinerin Jana Schütze, die in Leipzig Journalismus studierte. Gleich bei der Begrüßung war sie angetan vom Kräuterlikör Augustiner Tropfen, der seit 1994 nach Originalrezepten in Grimma hergestellt wird, und dem Duft von frischem Brot. Dafür sorgte der Mühlenverein, der im Steinofen in der Wassermühle an diesem Tag Brot backte. Doch auch die Gaststätte Wassermühle und die Schiffsmühle in Höfgen warteten mit Köstlichkeiten auf. So gab es unter anderem geräucherte Wildschweinscheiben mit schwarzen Nüssen und französische Entenbrust mit Mandelkrustenecken. Auch Kössern hatte für das Buch Dorfköstlich eine Menge zu bieten. So konnten sie im Jagdhaus Kössern über griechische Mythologie und pompöse Architektur des sächsischen Landadels plaudern und selbst hier eine Köstlichkeit genießen, Obstsaft von der Saftmanufaktur Kerstin Lieber. Auf dem Rittergut in Kössern kredenzte ihnen Marion Burger den Ritterguts Burger. „Es ist ein veganer Burger, aber sehr lecker“, beschrieb ihn Jana Schütze. Den Abschluss ihrer viertägigen Fahrt durch Grimma bildete ein Besuch in der Tortenträumerei in Grimma von Juliane Kossack. Die 32-jährige Chefin ließ sich nicht lumpen und fertigte für die Gäste extra eine Torte an. Erst seit Dezember ist sie in der Langen Straße in Grimma zu finden und selbst verwundert, dass ihre Torten im wahrsten Sinne des Wortes wie warme Semmeln über die Ladentheke gehen. „In Hochzeiten habe ich sechs Hochzeitstorten an einem Wochenende kreiert. Im Durchschnitt stelle ich 20 Torten in der Woche her“, erzählt Kossack, die ihr Hobby zum Beruf machen konnte. Sie verwendet eigenen Angaben zufolge nur regionale Zutaten, die ihre Torten einzigartig machen – geschmacklich und bei Motiven und Formen. Sie wird wie viele weitere regionale Akteure im Buch von Jana Schütze und Andreas Krone bedacht werden. „Wir haben nach Grimma noch vor, die Orte Zabeltitz (Meißen), Blankenhain (Zwickau) und Guttau (Bautzen) zu besuchen. Dann geht es ans Schreiben“, sagt die Berliner Journalistin. Dabei ließ sie nicht unerwähnt, dass in jedem Ort, den sie besucht haben, nicht nur kulinarische Köstlichkeiten zu bewundern waren, sondern sie auch Wandertipps und touristische Hinweise erhielten. „Wir wollen ein Buch erstellen, das für jeden etwas bietet, der Sachsens Dörfer kennenlernen will“, sagt sie.

Von Cornelia Braun

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Sachsen legen die örtlichen Feuerwehren selbst fest, wann ein Kamerad aus der aktiven Abteilung ausscheidet. So manche Einrichtung im Landkreis Leipzig hat sich in ihrer Satzung kein Maximalalter gesetzt – aus gutem Grund.

27.10.2017

Zum 1. Januar 2019 will der Landkreis Leipzig ein neues Abfallgebührensystem einführen. An der Vorbereitung wird bereits intensiv gearbeitet.

26.10.2017

Kaum einer kennt die Abgründe der Gesellschaft so gut wie Simone Bohne. Die Hohnbacherin springt als ehrenamtliche Pflegemutter ein, wenn Kleinkinder in Notlagen geraten und in Sicherheit gebracht werden müssen. 45 Mädchen und Jungen gingen bereits durch ihre fürsorglichen Hände. In Dresden wurde die 59-Jährige jetzt mit dem Sächsischen Bürgerpreis geehrt.

26.10.2017
Anzeige