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Grimma Kultur und Apfelsaft zum Naunhofer Quetschfest am Alten Kranwerk
Region Grimma Kultur und Apfelsaft zum Naunhofer Quetschfest am Alten Kranwerk
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14:02 24.10.2016
Obst aus der Quetsche statt aus dem Supermarkt-Regal: Kranwerk-Mitarbeiter Paul Findeisen konnte sich bei der Most-Produktion der Aufmerksamkeit der Quetschfestbesucher gewiss sein. Quelle: Roger Dietze
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Naunhof

Wer im Oktober eine Aktivität im Freien plant, tut gut daran, sich am Termin des alljährlich vom Naunhofer Alten Kranwerk veranstalteten Quetschfest zu orientieren. Denn Heiko Guter und seine Mannschaft scheinen einen heißen Draht nach oben zu haben. Und so konnte es sich der Kranwerk-Chef am Sonntagvormittag mit seinem Bandoneon leisten, lediglich im Matrosen-Look gehaltenen dünnen Sweeter den musikalischen Auftakt im Hof der alternativen Veranstaltungslokalität in der Lutherstraße zu bestreiten.

An jener Stelle, an der später auch noch das Leipziger Liedermacher- und Folk-Duo Wagenbreth/Uhlmann, die Weltmusik intonierende Dresdner Kapelle „Podka“ sowie die Kranwerkskapelle „Padam“ mit schrullig schräger Bandonionmusik den musikalischen Rahmen der Traditionsveranstaltung bildeten, die einmal mehr den Bewahrern traditioneller Handwerkskünste sowie alternativen Produzenten eine Plattform zur Präsentation bot. Wie etwa der Mühle Engelsdorf, die zum ersten Mal dem Quetschfest ihre Aufwartung machte. „Was mich deshalb besondern freut, weil dies eine Art Bilderbuch-Direktvermarktung ist, für den wir sehr gern die Werbetrommel rühren“, so Guter, dessen Altes Kranwerk – so könnte man zumindest meinen – nach neunjähriger Existenz kaum Werbung bräuchte. „Es gibt zwar auch einige beständige Gäste aus der näheren Umgebung, die weit überwiegende Mehrzahl der Quetschfest-Besucher stammt jedoch aus Leipzig“, berichtet der Kranwerk-Chef, der mit dem Quetschfest nach eigenem Bekunden das Ansinnen verfolgt, „weltgewandt und mit Augenzwinkern dem Mainstream zuwider zu laufen“.

Ein Ansinnen, mit dem sich Dieter Dottermusch identifizieren kann. Denn der Obstbauer aus dem Jesewitzer Ortsteil Wöllmen gehört mit seinen schmackhaften Äpfeln mittlerweile zum Quetschfest-Inventar. „Weil das Publikum ein ausgewähltes ist und weil Naunhof zudem nicht zu weit von Wöllmen entfernt liegt, um sich die Äpfel von unserem Hof zu holen“, so der nordsächsische Obstbauer.

Äpfel, die in den kommenden Monaten in ausreichenden Mengen auf die Kundschaft warten. „Es gab in diesem Jahr keinen Hagel und wenige Schädlinge, weshalb die Ernte gut wenngleich nicht überdurchschnittlich gut ausgefallen ist“, so Dieter Dottermusch. „Wir gehen davon aus, dass wir Äpfel bis zum Beginn der Erdbeerernte anbieten können.“

Darüber, dass Apfel nicht gleich Apfel ist, konnten sich die Quetschfest-Besucher gestern am Stand von Roland Lebe informieren. Der Obstfachmann a. D. vom Wurzener Bundessortenamt hatte nicht nur einige Beispiele für die große Vielfalt an Apfelsorten, sondern auch die Bereitschaft mit nach Naunhof gebracht, alle Fragen rund um der Deutschen beliebteste Obstsorte zu beantworten. Etwa die nach dem Für und Wider moderner Züchtungen. „Damit können zum einen gegen Schorf resistente Sorten auf den Markt gebracht werden, zum anderen bedeuten Neuzüchtungen auch mehr Vielfalt.“

Apropos Vielfalt: Eine solche in punkto Programmgestaltung werden Heiko Guter und seine Mannschaft ihrem Publikum auch im Jubiläumsjahr 2017 offerieren. „Die Höhepunkte bilden dabei die von der Heute-Show bekannte Kabarettistin Birte Schneider alias Christine Prayon, Ulla Meinicke sowie die nordirische Folk-Sängerin Cara Dillon, die im November im Rahmen unseres Jubiläumsfestes auftreten wird“, so der Kranwerk-Chef.

Von Roger Dietze

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