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Grimma Kulturraum Leipziger Raum bewilligt fürs Turmuhrenmuseum Naunhof keine Fördermittel
Region Grimma Kulturraum Leipziger Raum bewilligt fürs Turmuhrenmuseum Naunhof keine Fördermittel
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14:50 04.11.2009
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Naunhof

Darin steht, dass der Kulturraum 2010 für das Turmuhrenmuseum keine Fördermittel bereitstellen wird.

Das hat der Konvent des Kulturraumes am 12. Oktober 2009 festgeschrieben, als er Haushaltplan und Förderliste 2010 beschloss. „In unserem Finanzkonzept klafft damit eine Lücke von 12 000 Euro“, erklärt Helga Schnabel. Soviel hatte der Verein als Förderung für das Turmuhrenmuseum im Jahr 2010 beantragt. „Wenn diese Lücke nicht geschlossen werden kann, steht viel auf dem Spiel“, sagt die Vereinsvorsitzende, die daran erinnert, dass der Kulturraum bereits in diesem Jahr gegenüber Vorjahren die Fördermittel gekürzt habe. Naunhofs Bürgermeister Uwe Herrmann hatte vor diesem Hintergrund bereits im August dieses Jahres gemahnt, dass die Kürzung der Fördermittel existentielle Probleme schaffe. Ein Wegfall könnte das Aus für das Museum bedeuten. Die Stadt selbst unterstützt ihre beiden ehrenamtlich von Vereinen betriebenen Museen – Turmuhrenmuseum und Museum für historische Bürotechnik – mit jährlichen Zuschüssen in Höhe von insgesamt 27 600 Euro.

„Ich mag mir nicht ausmalen, dass wir 2010 ein Vorhängeschloss an die Tür eines Hauses hängen müssen, das sich in den 15 Jahren seines Bestehens zu einem touristischen Magnet der Region entwickelt hat“, meint Schnabel. Die Vereinsvorsitzende verweist darauf, dass bisher über 32 000 Besucher im Museum gezählt worden sind. Auch mit über 70 Sonderausstellungen habe sich das Museum als touristische Attraktivität einen Namen gemacht. Zudem leiste das Museum, in dem sich eine Tourismus-Informationsstelle befinde, auch Servicedienste. „Soll das alles weniger wert sein als irgendwelche bürokratischen Formalitäten, auf die der Kulturraum pocht?“, fragt Schnabel.

Manfred Schön, Kultursekretär des Kulturraumes, sieht das anders. „Hier geht es nicht um bürokratische Formalitäten, sondern um geltende Förderkriterien, die auch dem Turmuhrenmuseum bekannt sind. Wir haben in der Vergangenheit wiederholt das Museum unter anderem darauf hingewiesen, dass die Kriterien, die an die Inventarisierung zu stellen sind, nicht erfüllt sind. Wir haben darauf hingewiesen, dass für Musealien der Ausstellung, die sich nicht in Eigenbesitz befinden, langfristige Verträge vorliegen sollten. Wir haben auch darauf hingewiesen, dass ein Museologe das Haus fachlich betreuen sollte. Das ist bisher nicht oder nicht in ausreichendem Maße geschehen. Deshalb kann die Botschaft jetzt fürs Turmuhrenmuseum nicht so überraschend sein.“

Helga Schnabel indes hofft, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist:„Ich möchte, dass wir gemeinsam eine Lösung finden. Schließlich geht es um ein unverwechselbares Stück im Kulturangebot für die ganze Region. Das darf nicht so einfach aufs Spiel gesetzt werden.“

Bis zum 31. März 2010 können beim Kulturraum fürs nächste Jahr noch Anträge auf Nachtragsfördermittel gestellt werden. Ob sie ausgereicht werden können, hängt nicht nur von erfüllten Kriterien, sondern auch davon ab, ob dann überhaupt noch Mittel für 2010 zur Verfügung stehen.

Andreas Läbe

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