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Grimma Kulturstadt Trebsen lädt zum Abbiegen ein
Region Grimma Kulturstadt Trebsen lädt zum Abbiegen ein
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00:33 15.06.2015
Alle sollen es wissen: Mit diesem ersten touristischen Hinweisschild wirbt Bürgermeister Stefan Müller für Schloss Trebsen und damit auch für seine Stadt. Quelle: Stadtverwaltung
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Trebsen

Nur wer auf eben dieser Fernverbindung von Nord nach Süd beziehungsweise Süd nach Nord das Muldental durchquert, weiß gar nicht, dass diese Stadt an ihm vorbei geht. Denn auf allen Autobahnschildern fehlen jegliche Hinweise zu Trebsen. Eine nun aufgestellte touristischen Hinweistafel soll das ändern.

Schließlich ist die Muldestadt mit ihren Ortsteilen Altenhain, Neichen und Seelingstädt und insgesamt knapp 4000 Einwohnern für Mitteldeutschland gar nicht so uninteressant. Aushängeschild ist das 991 als Wasserburg zu Trbecin errichtete Schloss. Später waren die Namen von Georg von Saalhausen und Hans von Minckwitz als einstige Schlossbesitzer eng mit der Stadt verbunden. Und noch heute tauchen diese Herren regelmäßig auf Schloss Trebsen auf. Zuletzt präsentierten sie sich über Pfingsten im über sechs Hektar großen Schlosspark. Die traditionellen Pfingst-Ritterspiele machten die Wiederauferstehung dieser und weiterer Rittersleut' aus jener Zeit möglich. Aber dieses zur guten Tradition gewordene Mittelalterspektakel ist nur eine von vielen kulturellen Großveranstaltungen, die alljährlich tausende Besucher in Schloss und Park und damit nach Trebsen locken. Erinnert sei an den mittelalterlich inszenierten Schlossadvent, welcher nach einer repräsentativen Umfrage zum besten Weihnachtsspektakel in Mitteldeutschland gekürt wurde. Andere Events sind das Firebirds-Festival, welches heuer vom 3. bis 5. Juli über mehrere Schlossbühnen gehen wird, sowie die Highland-Games immer am dritten Septemberwochenende. Neben den fest terminierten Highlights lassen temporäre Veranstaltungen aufhorchen, so zum Beispiel der als "kulinarische Reise ins Muldental" bekannte Regio-Brunch am 14. Juni. Nicht zu vergessen die im benachbarten Rittergut zelebrierten und inzwischen legendären Bluesnächte sowie das regelmäßig wiederkehrende Folk Café und auch die Schottische Weihnacht.

Von all diesen Großveranstaltungen hat man im Leipziger Umland, ja sogar in ganz Sachsen bestimmt schon einmal gehört. Nur wo sie stattfinden, ist den meisten Menschen ein Rätsel. Doch das soll nun der Vergangenheit angehören. Auf der Autobahn verweist eine touristische Hinweistafel mit dem Abbild des Schlosses auf selbiges. Allerdings - aus Kostengründen - nur in Richtung Leipzig, zwischen Mutzschen und Grimma, am Kilometer 49,5. "Wir sind schon glücklich darüber, das Geld für den ersten Existenznachweis von Trebsen aufgebracht zu haben", freute sich Romy Sperling im städtischen Hauptamt und beziffert die Kosten auf etwa 8000 Euro. Der Schlossherr, Jochen Rockstroh, hat sich mit 3000 Euro daran beteiligt. Allerdings hätte er sich gewünscht, dass diese Tafel in der Gegenrichtung platziert worden wäre, weil die meisten Besucher besonders aus dem Großraum Leipzig den Weg nach Trebsen suchen. Aber was nicht ist, so machte die Stadtverwaltung Hoffnung, kann noch werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2015
Frank Schmidt

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