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Grimma Kunst am Bau im Finanzamt Grimma: Fliegende Blätter machen das Rennen
Region Grimma Kunst am Bau im Finanzamt Grimma: Fliegende Blätter machen das Rennen
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17:27 21.10.2016
Über dem Empfangstresen wird bald eine Kunstinstallation aus fliegenden Blättern schweben. Quelle: Thomas Kube
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Grimma

Um Formulare und Dokumente kreisen die Gedanken der Steuerbürger, die sich gegenüber dem Finanzamt offenbaren müssen. Einen befreienden Blick auf das Thema wird eine Kunstinstallation werfen, die bis Ende des Jahres im Grimmaer Finanzamt entsteht. Mit ihrem Entwurf „Papier war gestern“ konnte die Hallenser Künstlerin Jenny Rempel beim Wettbewerb „Kunst am Bau“ überzeugen.

Diesen hatte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) zur Ausstattung des erweiterten Grimmaer Finanzamtes ausgelobt. „Sieben Künstler waren gebeten worden, ihre Ideen einzureichen“, erklärte Andrea Krieger, Pressesprecherin des SIB in Dresden, auf Anfrage. Kürzlich tagte eine Jury aus Vertretern des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen, des Finanzamtes Grimma, des ausführenden Architekturbüros Fuchshuber sowie des Staatsbetriebes.

Unter Vorsitz von Priska Streit vom Landesverband für Bildende Kunst fiel die Wahl auf das Objekt von Jenny Rempel

Die Installation, so die Wertung der Jury, fülle den Raum über dem zentralen Eingang spielerisch, leicht und metaphorisch spannungsvoll. „Die Arbeit hat eine klare ästhetische Poesie. Das Leichte, Schwebende wird zum Thema gemacht, in bewusster Umkehrung zur Alltagsrealität sowohl der Beamten als auch der Steuerzahler“, urteilt das Preisgericht. Trotz oder gerade wegen der Einfachheit der Konzeption wecke die Arbeit in der Bewegung und von unterschiedlichen Standorten aus immer neue Assoziationen.

Am spielerischen Umgang mit dem Thema hat Jenny Rempel Gefallen gefunden. „Angesichts des täglichen Anblicks dicker Aktenordner ist ein in die Luft geworfener Papierstoß doch ein befreiender und verlockender Anblick“, findet die Hallenserin. Anspielungen auf die ungeliebte Papierflut sind von ihr beabsichtigt. „Schließlich möchte das Finanzamt ja auch, dass die Steuererklärung elektronisch abgewickelt wird und sich die Papierform quasi in Luft auflöst.“

“, so der Chef der Finanzbehörde, „sind alle künstlerischen Entwürfe noch einmal zu sehen.“

Von Simone Prenzel

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