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Kunst aus keramischen Tonen der Region entsteht in der Schaddelmühle

Dritter Workshop Kunst aus keramischen Tonen der Region entsteht in der Schaddelmühle

Mittlerweile der dritte Workshop zum Thema Kunst aus Heimaterden findet noch in dieser Woche im Künstlerhaus Schaddel statt. Insgesamt beteiligen sich sechs Künstler aus der Bundesrepublik. Eine Ausstellung ist im nächsten Jahr geplant.

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Kunst in der Schaddelmühle: Gudrun Sailer (53) aus Eberswalde nahm am Workshop in Schaddel teil.

Quelle: Foto: Andreas Döring

Grimma/Schaddel. „Kunst aus Heimaterden“ erlebt seine dritte Auflage in der Schaddelmühle. Sechs Künstler sind daran beteiligt und werden ihre Arbeiten im Frühjahr in einer Ausstellung präsentieren. „Dieses Symposium ordnet sich in die Aktivitäten im Rahmen des Geoportals und des Künstlerhauses ein“, sagt Frank Brinkmann vom Kunstförderverein Schaddelmühle. Bekanntlich übernimmt das Künstlerhaus Schaddelmühle auch die Funktion eines Besucherzentrums zum Thema „Erden der Keramik“ in der Geopark-Region. Im Informationspavillon können sich Interessierte über Bodenschätze in der Region informieren.

Aus regionalen Tonen formen auch die sechs Workshopteilnehmer Moritz Liebig (Dresden), Steffen Kugel (Stuttgart), Gudrun Sailer (Eberswalde), Jean Kirsten (Dresden), Anke Theinert (Leipzig), Frank Brinkmann (Colditz) fantasievolle keramische Objekte und Plastiken. „Wir nutzen unsere Tonaufbereitungsanlage sowie die Werkstatt mit Brennöfen“, erklärt Frank Brinkmann. Auch der Freibrandofen mit Holz wird wieder angefeuert. Im Fokus des Symposiums stand das kreative Arbeiten an keramischen Objekten und Plastiken.

So beschäftigte sich der Dresdener Künstler Jean Kirsten (geb. 1966, Studium Malerei/ Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden) mit Arbeiten zur Bewegungsanalyse. Neben der Informationsübertragung von einer Bewegung in den grafischen zweidimensionalen Raum geht es ihm auch um den sinnlichen Transport von Schönheit und Ästhetik mit unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln: Material, Technik und Format. In Schaddel wählte er keramische Tone und übertrug Bewegung in den dreidimensionalen Raum.

Anke Theinert (geb. 1965, Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) wollte sich als Malerin vom Medium Ton inspirieren lassen. So entstand unter anderem eine Leuchterkollektion. Gudrun Sailer (geb. 1963, Studium an der Hochschule Burg Giebichenstein Halle) ist im Gegensatz zu ihrer Kollegin aus Leipzig bereits im Ton heimisch. „Ich nutzte die Zeit, um einmal Sachen auszuprobieren, die ich sonst nicht mache“, sagte sie. Die 53-Jährige schätzt an Schaddel besonders die vielen Gespräche mit den Künstlern. „Bei mir spielt die Figur eine große Rolle“, betont die Keramikerin. „Es ist wohltuend, hier zu arbeiten“, meint auch Moritz Liebig aus Dresden (geb. 1982, Studium an der HfBK Dresden). Der Bildhauer kreierte unter anderem eine Installation mit einem Reifen. Der Jüngste im Bunde der Künstler war der 33-jährige Steffen Kugel aus Stuttgart (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Akademie der Bildenden Künste Wien). Er beschäftigte sich mit dem Thema Tod, Urnen und Grabbeigaben. Schaddel-Hausherr und Keramikmeister Frank Brinkmann (geb. 1960), war beim Workshop wie immer ein gefragter Mann. Er thematisierte den Anfang und das Ende, das embryonale Stadium und den Tod.

In dieser Woche werden die Arbeiten der Künstler zum zweiten Mal gebrannt. „Wir werden im nächsten Jahr die Arbeiten aus dem Workshop ausstellen. Gegenwärtig sind wir noch am Überlegen, wo dies erfolgen wird“, sagt Brinkmann. Doch zuvor findet der Adventsmarkt am dritten Advent statt.

Von Cornelia Braun

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