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Grimma Kunstrasen theoretisch auch in Colditz möglich
Region Grimma Kunstrasen theoretisch auch in Colditz möglich
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15:28 18.05.2017
Quelle: WWW.LEIPZIG-LUFTBILDER.NET
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Colditz/Dresden

Der Wiederaufbau des Multifunktionssportfeldes muss nicht zwingend in Sermuth erfolgen. Unter Beachtung strenger Voraussetzungen sei er auch an anderer Stelle möglich. Das ist das Ergebnis eines Gespräches in der Sächsischen Aufbaubank, an dem auch Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) und seine Planer teilgenommen hatten. Wie berichtet, wurde die Sportanlage von Eintracht Sermuth bei den Fluten 2002 und 2013 arg in Mitleidenschaft gezogen. Daraufhin hatten Verein und Stadt als Eigentümerin der Sportstätte eine innerörtliche Verlegung des Fußballplatzes angestrebt. Es zeigte sich jedoch, dass ein solches Projekt finanziell nicht zu stemmen ist. Also bemüht sich der Verein um einen Kunstrasenplatz am alten Standort. Das sorgte in Colditz für Widerstand. Einige Bürger wandten sich mit einer Petition an die Stadtväter, fordern Kunstrasen und Tartanbahn im hochwassersicheren Stadion der Kernstadt vorzusehen, wobei die Anlage auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden sollte.

Noch gab es dazu im Stadtrat keine weiterführende Diskussion. Zunächst wollte die Verwaltung prüfen lassen, ob der Ersatzbau für Sermuth zumindest theoretisch auch in Colditz möglich sei und wandte sich jetzt an die Sächsische Aufbaubank, die der Kommune für die Beseitigung der Sermuther Hochwasserschäden 1,45 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung stellt.

Wie die Bank mitteilte, sind nach entsprechender Richtlinie bauliche Aktivitäten so auszuführen, dass Schäden bei einem erneuten Hochwasserereignis reduziert oder vermieden werden. Ist wahrscheinlich, dass ein zukünftiges Hochwasser abermals erhebliche Schäden verursacht, würde der nachhaltige Wiederaufbau auch an anderer Stelle gefördert, ohne dass der Zuwendungsempfänger in eine materiell bessere Lage versetzt wird als er sich vor dem Hochwasser 2013 befunden hat. In diesem Fall werde die Zuwendung anhand des tatsächlich entstandenen Schadens bemessen.

Somit sei der Wiederaufbau des Multifunktionssportfeldes prinzipiell auch in Colditz möglich. Allerdings würde bei einer Verlagerung – bezogen auf das Multifunktionsportfeld – eine Weiternutzung des Altstandortes versagt. Das ertüchtigte Spielfeld des hochwassersicheren Standortes ersetze dann das Spielfeld vom Schadensort und müsse in seiner Funktionsweise dem des Sportfeldes am Schadensort entsprechen. Weiter heißt es, dass die Förderung des Ersatzstandortes dann nur auf Ausgaben bis zu der Höhe beschränkt sei, in der sie am Schadensort zur Wiederherstellung angefallen wäre.

Von Haig Latchinian

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