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Kunstraub in Trebsen

Kunstraub in Trebsen


Trebsen. Grabschändungen sorgen für Sprachlosigkeit in Trebsen. In der Nacht zum Mittwoch wurden auf dem Friedhof am Grab der Familie Johannes Wiede sechs Grabplatten von der Wand der Friedhofsmauer demontiert und abtransportiert.

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Die Tafeln sind je etwa 80 mal 1,20 Meter groß und wiegen gut 50 Kilogramm das Stück. Nach Angaben der Kirchgemeinde handelt es sich um Kupferplatten. Auf einer Tafel stand eine Inschrift zu Ehren von Kommerzienrat Wiede, dem Begründer der Trebsener Papierfabrik. Auf den anderen fünf Tafeln waren Bibelsprüche zu lesen. Zudem wurde die mehrere Meter lange Mauerabdeckung demontiert, die ebenfalls aus Kupfer bestand. Außerdem nahmen die Täter auf ihrem Beutezug noch eine Kupferfigur von einem anderen Familiengrab mit. Dabei handelt es sich um ein etwa 1,20 Meter großes Kruzifix. Wie in diesem Zusammenhang noch bekannt wurde, haben ebenfalls Anfang der Woche Buntmetalldiebe auch in Altenhain am Gotteshaus Regenfallrohr aus Kupfer entwendet. Und beim Versuch auch die Abdeckungen der Fenster zu demontieren, sind die Täter entweder gescheitert oder gestört worden. So mussten sie ohne das begehrte Metall von dannen ziehen, haben aber erheblichen Sachschaden angerichtet, bestätigte der Kirchenvorstand. Insgesamt lasse sich der Schaden nicht in bare Münze ausdrücken. „Hier handelt es sich in erster Linie um einen ideellen Schaden", sagte Matthias Rasch vom Kirchenvorstand. Dennoch wurde in allen Fällen Anzeige erstattet. Um eventuell Hinweise auf die Grabräuber zu bekommen, nutze die Kirchgemeinde die Gelegenheit, im Fernsehen die Dreistigkeit der Diebe öffentlich zu machen. Immerhin handelt es sich um Kunstgegenstände, die der bekannte Bildhauer Georg Wrba zwischen 1930 und 1934 angefertigt hat und die seit 72 Jahren auf dem Friedhof angebracht waren. Möglicherweise, so wird im Kirchenvorstand auch vermutet, seien die Friedhofschänder gezielt vorgegangen und hätten es nicht einfach nur auf das Edelmetall abgesehen. „Für solche Kunstgegenstände gibt es ganz sicher einen Markt, wie auch das Kruzifix dort Interessenten finden könnte."

Frank Schmidt

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