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Grimma Lachende Mondgesichter – Grimma feiert Stadtfest
Region Grimma Lachende Mondgesichter – Grimma feiert Stadtfest
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18:45 30.09.2018
Mit Uwe Jensen (l.) als altbekannter DDR-Schlagersänger auf der Bühne wird es vor der Grimmaer Stadtfest-Bühne am Sonntag noch einmal richtig voll. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Der abnehmende Mond am wolkenlosen Freitagabendhimmel von Grimma bekam zunehmend schwere Konkurrenz von vielen lachenden Mondgesichtern, die als Papierlaternen gemeinsam mit Hunderten anderen bunten Lichtern im großen Lampionumzug durch die Altstadt zogen. Im Pulk gar Tausende Menschen, darunter zahllose Kinder, die dem Sandmännchen ein Schnippchen schlugen, um bei der Eröffnung des 28. Grimmaer Stadtfestes unbedingt dabei sein zu können. Musikalisch eingeblockt waren diesmal gleich drei Spielmannszüge.

Loblied auf den Gewerbeverein

„Jedes Jahr sind es mehr Besucher geworden, die extra zum Lampionumzug kommen, da kannst du nicht nur eine Kapelle vorneweg laufen lassen“, rechtfertigte Achim Kuhl vom Organisationsteam den Aufwand. Und so formierte er geschickt drei Marschblöcke hintereinander, die jeweils vom Wurzener, Mutzschener und Dürrweitzschener Spielmannszug angeführt wurden. Die formelle Eröffnung des Herbstspektakels begann auf der großen Marktbühne mit einem Loblied, das Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) auf den Grimmaer Gewerbeverein sang, der unter Leitung von Anke Rüssel als Veranstalter die Stadtfestregie innehatte.

Die Grimmaer Innenstadt war am Stadtfest-Wochenende wieder eine Partymeile.

Tolle Tage bei Kaiserwetter

Nachdem das eintrittsfreie Volksfest schon am Freitagabend dank vieler Besucher vielversprechend begann, folgten bei herbstlichem Kaiserwetter zwei tolle Tage, die zwischen den beiden kulturellen Hotspots auf dem Markt und dem Leipziger Platz für Ellenbogenfeeling in den Straßen und Gassen sorgten. Außen vor, zumindest während der Abendveranstaltungen, blieben aber jene, die den offiziellen Rat des Veranstalters negierten und zum Verzehr Mitgebrachtes im Gepäck hatten. Sie wurden bei den strengen Sicherheitskontrollen an den Marktzugängen isoliert. Da es zumeist Jugendliche betraf, fanden diese sich auf dem Nicolaiplatz ein und feierten dort nicht minder fröhlich ihre eigene Party.

Volle Bankreihen vor der Marktbühne

Wer es von den Jugendlichen wie Bettina und Kay in Epizentrum des Stadtfestes schaffte, traf sich an der Jugendbühne hinter dem Rathaus. „Naja“, bemerkte Kay, „noch sind hier alle etwas steif.“ Noch? Gegen 22.30 Uhr? Aber Hallo, denn „je später der Abend, umso länger die Nacht“, lachte das Pärchen. Trotzdem das bunte Programm auf der Marktbühne stets für volle Bankreihen sorgte, war besonders nachmittags auf der Handwerker-, Vereins- oder Genussmeile nur schwer ein Durchkommen. „Aber das ist ja so wollt, sonst würde man so etwas wie hier nur verpassen“, gestand Renate Baumann augenzwinkernd ein, die gerade am Kochstand tüchtig zulangte.

Leierkastenfreunde aus Weingarten

Auf der Handwerkermeile war man gut beraten auch mal nach oben zu schauen, wo ein bunter Vogel auf einer Stange saß, dessen Höhe es zu schätzen galt. Freilich wusste Moderator Jens Zeidler das Ergebnis, wohl aber nicht, dass dieses niedliche Plüschtier kein Pinguin, sondern ein Papagei war. „Ja und wo ist da der Unterschied“, fragte er schallend lachend in die Runde.“ Dort traf man auch wieder die Leierkastenfreunde aus der Grimmaer Partnerstadt Weingarten, die schon traditionell zum liebgewordenen Stadtfestbild gehören. Wie beispielsweise auch die Rock’n’Roll-Tänzer der Boogie Woogie Connection aus Sermuth stellvertretend für viele Vereine in der Hohnstädter Straße und auf der Hauptbühne gerne zeigten, was sie drauf haben. „Da kann man richtig neidisch werden“, waren sich Sandra Haubold und Petra Lewin beim Zuschauen einig.

Von Frank Schmidt

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