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Grimma Lämmermarkt und Tanzfest locken nach Kaditzsch
Region Grimma Lämmermarkt und Tanzfest locken nach Kaditzsch
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00:31 04.05.2018
Traditionell am 1. Mai findet in der Denkmalschmiede Kaditzsch der Lämmermarkt statt. Quelle: René Beuckert
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Grimma/Kaditzsch

In der Denkmalschmiede zu Kaditzsch fand traditionell am 1. Mai der Lämmermarkt, sowie das Morristanzfest statt, das alljährlich Hunderte Besucher anlockt. Obwohl der Wind recht kräftig blies und sich die Temperaturen gegen Mittag, im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen, mit 15 Grad recht verhalten zeigten, strömten dennoch viele Besucher zum Fest. Einige breiteten sogar auf der Streuobstwiese zum Picknick ihre Decken aus.

Ein Picknick auf der Streuobstwiese

Auch Familie Achilles ließ es sich an diesem Tag nicht nehmen, gemütlich im Grünen Platz zunehmen. „Das Ereignis ist für unsere Familie bereits zu einem festen Bestandteil geworden“, so Katrin Achilles. Kai Achilles sagte: „Wir nutzen gern diese Möglichkeit, um mit der Familie gemeinsam etwas zu erleben, denn hier bietet sich Gelegenheit, vom Alltag abzuspannen und mitten im Grünen etwas Neues kennenzulernen.“

Das Rentnerehepaar Mehlitz hatte zwar keine Decke mitgebracht, doch erleben wollte es zu dieser Maiveranstaltung einiges. „Vor einem Jahr waren wir schon einmal hier und das hat uns so gut gefallen, so dass wir gern wiedergekommen sind“, sagt Renate Mehlitz. Weiter erzählt sie, dass sie beeindruckt sei von der angebotenen Vielfalt. „Ich schaue gern den Tänzern zu, aber auch die Bühnenveranstaltungen mit Livemusik begeistern mich.“

Die Schläge des Schmieds hallen weit übers Land

Unüberhörbar schwang der Schmied seinen Hammer über das auf dem Amboss liegende glühende Eisen, dessen metallener Klang beim Auftreffen weithin zu hören war. Daher dauerte es auch nicht lange, bis die ersten Besucher an der alten Hufschmiede auf dem Hof gespannt zusahen, wie der Schmied aus dem rotglühenden Eisen ein Gebilde fertigte. „Ich bin Kunstschmied und komme jedes Jahr gern hierher, um mein Können zu zeigen. Selbst das historische Werkzeug, dem das Alter anzusehen ist, genügt, um damit zu arbeiten. Früher sind die Leute auch mit einfachen Mitteln zurechtgekommen“, sagte Jacob Wendt.

Die Bühne, die Schmiede und viele Stände mit handwerklichen Angeboten waren beim Lämmermarkt in Kaditzsch dicht umringt.

Alternatives Bühnenprogramm ist Markenzeichen

Bereits zur Mittagszeit füllte sich das Areal mit Vierseithof und Streuobstwiese zusehends. Kristina Bahr, die mit den anderen Mitstreitern die Fäden für die Veranstaltung in der Hand hielt, meinte rückblickend, dass zum vorangegangenen Fest schätzungsweise zwei- bis dreitausend Besucher kamen. „Der Lämmermarkt und das Morristanzfest hat bei vielen Leuten einen hohen Stellenwert, weshalb etliche seit Jahren dem Ereignis die Treue halten. Um den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, wählen wir die Bühnendarbietungen passend zum Festgeschehen aus, was sich stets regen Zuspruchs erfreut.“

Zusammenspiel von ApparUfftschik

Und tatsächlich: Kaum waren die ersten gespielten Töne von der Bühne auf der großen Wiese zu vernehmen, kam das Publikum, um den originellen Klängen von „ApparUfftschik“, wie sich die aus zwei Bands zusammenspielenden Musiker nannten, zu lauschen. Recht schnell füllte sich der Platz vor der Bühne. Andere wiederum hörten mit etwas Abstand der Musik zu, wie Kasper Janderski, der mit seinen Freunden etwas entfernt auf der Wiese saß. „Für uns ist es eine schöne Gelegenheit, gemeinsam etwas zu erleben. Es ist nicht nur die Musik, die uns gefällt, genauso das Treiben der Leute an den Ständen und die anderen Ereignisse auf dem Vierseithof geben dem Fest seinen Rahmen“, stellte der Döbelner fest.

Besonders die Kinder konnten sich an diesem Tag ausleben und Tiere streicheln, basteln oder gar selber ein Nistkasten bauen. Manchmal halfen die Eltern oder Großeltern mit. „Ich finde es schön, dass die Kinder hier handwerklich aktiv werden können“, sagte Mario Pohle, der selbst noch einen Nagel einschlug.

Von René Beuckert

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