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Grimma Läufer brechen bisherigen Teilnehmer-Rekord
Region Grimma Läufer brechen bisherigen Teilnehmer-Rekord
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14:07 31.03.2014

Bei der zehnten Auflage des Volkssportereignisses lieferten sich mehr als 800 Läufer einen zähen Kampf auf der Halbmarathon-Distanz über 21,1 Kilometer.

Pünktlich zum Start hatten sich die Nebelschwaden über der Ringelnatzstadt gelichtet. In den Einfallstraßen zum Markt machen sich die Läufer warm. Vor der Toilette am Stadthafen-Spielplatz bildet sich eine Schlange. "Das ist bei einem solchen Ereignis normal", sagt Dirk Schöne. Der 35-Jährige mit der Startnummer 706 will zum ersten Mal die Laufstrecke über den Muldentalbahnradweg bewältigen. "Ich hoffe, dass es gut läuft", sagt er etwas zurückhaltend. Mehr Erfahrung bringt dagegen Lutz Köhler mit. Auch nach dem vierten Mal sei die Laufstrecke an der Mulde entlang einfach nur herrlich, erzählt der 53-Jährige. "Es gibt nichts Schöneres, als den Sonntagmorgen bei solchem Wetter mit einem Lauf zu verbringen", so Köhler. Mit der Startnummer 20 hat sich Dirk Weber als einer der Ersten für die sportliche Herausforderung angemeldet. "Ich bin das zehnte Mal dabei, teste meine Fitness", sagt er. Ihm sei es wichtig, eine Zeit zwischen einer Stunde und 26 bis 36 Minuten zu erreichen. "Dann bin ich gesund", ist er überzeugt.

Als Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) den Startschuss gibt, jubeln die Zaungäste auf der Liegenbank. Wegen der überwältigenden Anzahl der Läufer setzt sich der Tross etwas schwerfällig in Bewegung. Aber nach der Stadtrunde, die für die Distanz notwendig ist, streckt sich das Läuferfeld beachtlich. Den vier jungen Burschen, die ein Sprint-Tempo vorlegen, folgen Männer und Frauen, Jugendliche und Senioren, noch in Jacken oder schon mit nackten Armen. "Es ist ein Volkssportlauf, bei dem wir alle Altersklassen erreichen", sagt Organisator Uwe Rosenberg. Der älteste Läufer sei über 75. "Jahrgänge 38 und 39 sind mit am Start - das ist schon gigantisch", so das Mitglied der Grimmaer Läufergruppe Hängebrücke, die erstmals in alleiniger Regie die zehnte Auflage des Städte- laufs organisiert. "Natürlich mit rund 100 ehrenamtlichen Helfern", beeilt sich Rosenberg zu erwähnen. Denn das sei nicht selbstverständlich.

An prominenter Unterstützung fehlt es dem 59-Jährigen an diesem Tag nicht. So reiht sich Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) ins Starterfeld ein. Bekennt sich als leidenschaftlicher Läufer, der mindestens einmal wöchentlich zehn Kilometer in einer Stunde läuft. "Aber die Zeit ist nicht entscheidend", so Berger. Die Teilnahme zähle. Die bleibt Ruder-As Philipp Wende nicht vergönnt. Für ihn beginnt in wenigen Tagen die Qualifikation für die Nationalmannschaft. Da sei ein Lauf, den man noch zwei, drei Tage später spüre, nicht die optimale Vorbereitung, so der Sportler, der das Läuferfeld in der Wenceslaigasse beobachtet.

"Bernd, gib Gas", schallt es über die Straße und Bernd legt einen Zahn zu. Dann beginnt der Kampf, den viele für sich allein bewältigen, andere mit dem Ansporn von Gleichgesinnten in der Freizeitlaufgruppe. Es dauert keine zwei Stunden, bis der erste Starter den Zielstrich auf der Grimmaer Pöppelmannbrücke passiert. Eine Stunde, 12 Minuten und 13 Sekunden zeigt der Transponder auf dem rechten Arm an. "Wir sind froh, dass alle Läufer gesund ins Ziel gekommen sind", so Uwe Rosenberg. Arzt und Polizei seien präsent gewesen, hätten aber nicht eingreifen müssen. Birgit Schöppenthau

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.03.2014

Schöppenthau, Birgit

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