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Grimma Landesmusikakademie gibt seit fünf Jahren den Ton in Sachsen an
Region Grimma Landesmusikakademie gibt seit fünf Jahren den Ton in Sachsen an
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14:14 19.05.2015
Hunger nach Musik: Leiterin Christine Müller, Johannes Herrlich vom Jugend-Jazzorchester und Hausmeister Günter Hnat (v.r.) mit der Geburtstagstorte. Quelle: Thomas Kube

Die Wahl fiel nicht zufällig auf das Ensemble, denn es war seinerzeit der erste Gast, der das Haus zum Erklingen brachte. Seitdem hat sich die Einrichtung enorm entwickelt, bietet weit mehr, als es sich am Anfang so mancher vorstellen konnte.

Mit einem Aufwand von 3,4 Millionen Euro war das Marstallgebäude im vorderen Hof des Schlosses saniert und am 30. März 2010 dem Sächsischen Musikrat als Träger der Akademie übergeben worden. Seitdem besteht eine enge Kooperation zur benachbarten Europa-Jugendherberge, in der die Gäste der zentralen Fort- und Weiterbildungsstätte für die musikalische Bildung im Freistaat unterkommen. Wurden im ersten Jahr noch 5385 Übernachtungen von Akademie-Nutzern gezählt, werden dieses Jahr schon um die 12 000 erwartet.

Die akustisch optimierten und hochwertig ausgestatteten Probenräume bilden einen Rückzugsort, der konzentriertes musikalisches Arbeiten bei Tagungen und Seminaren möglich macht. Nicht nur aus Sachsen kamen laut Leiterin Christine Müller die Besucher, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet und zahlreichen anderen Staaten rund um den Globus; der Dresdner Kreuzchor und der Leipziger Thomanerchor zählten zu den prominentesten. Mehrere CD-Produktionen im Kammermusiksaal, Kooperationen mit Schulen der Region, öffentliche Konzerte unter anderem in der Stadtkirche, Schritt für Schritt erweiterte sich das Spektrum dessen, was die räumlich eher kleine Einrichtung leistet. Nicht zuletzt lädt sie mit ihrer Ausstellungsreihe "Malende Musiker - Musizierende Maler" zur Präsentation bildender Kunst ein.

Dass damit die Entwicklung noch kein Ende gefunden hat, beteuerte Torsten Tannenberg, Geschäftsführer des Sächsischen Musikrats. "Wir wollen expandieren. Das Terrassenhaus wartet auf uns", verkündete er. "Ich verspreche, in fünf Jahren sind wir weiter."

So vielfältig, wie sich die Offerten des Hauses darstellen, gestaltete das Jugend-Jazzorchester sein Geburtstagskonzert. Die 27 Musiker und Sänger spannten einen Bogen von alten Standards wie "I write a book" über den Dixie-Song "Sweet Georgia Brown" bis hin zum lateinamerikanischen "Manteca". Eine Woche Probe in der Musikakademie liegt hinter ihnen, am Sonntag beginnt ihre Konzertreise durch Israel. In Colditz sind sie wieder zu hören zum 70. Jahrestag der Befreiung des Gefangenenlagers auf dem Schloss und zum 750-jährigen Stadtjubiläum im Frühjahr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.02.2015
Frank Pfeifer

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