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Landratsamt lenkt ein: Parkverbot auf Probe in Wohngebiet von Erdmannshain

Verkehr Landratsamt lenkt ein: Parkverbot auf Probe in Wohngebiet von Erdmannshain

Nach einem langen Kampf gilt ab dem 8. August probeweise auf der Erdmannshainer Durchgangsstraße vom Wohngebiet Zur Plagbreite bis zum Ortseingang von Eicha ein Parkverbot. Während Bürgermeister Volker Zocher diese Anordnung des Landratamtes positiv beurteilt, mischt sich bei Ortsvorsteher Jan-Walter Heikes etwas Skepsis in die Freude.

Beim Pressetermin im Frühjahr: Parkende Autos verstellen die Sicht. Kinder, die zwischen den Autos hindurch auf die Straße rennen, werden nicht erkannt.

Quelle: Andreas Döring

Naunhof/Erdmannshain. Nach einem langen Kampf gilt ab dem 8. August probeweise auf der Erdmannshainer Durchgangsstraße vom Wohngebiet Zur Plagbreite bis zum Ortseingang von Eicha ein Parkverbot. Während Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) diese Anordnung des Landratamtes positiv beurteilt, mischt sich bei Ortsvorsteher Jan-Walter Heikes (Wählervereinigung Erdmannshain) etwas Skepsis in die Freude.

Gefahr für Schulkinder

Schon lange hatte ihm die Parksituation an der Plagbreite große Sorgen bereitet. Aus seiner Sicht bilden die Autos, die die Einwohner des Wohngebiets auf der Kreisstraße abstellen, vor allem für Schulkinder eine ernste Gefahr. Erst kürzlich kam er mit seinem Wagen aus Naunhof, als nach einem der parkenden Autos ein Erwachsenenpaar auf die Straße trat und die Fahrbahn überquerte. „Die beiden waren schon drüben angelangt, als ein Kind hinter ihnen her schoss, das ich durch die Autos nicht gesehen hatte“, berichtete er. „Ich hätte keine 50 Meter weiter sein dürfen. In solchen Situationen spielt es auch keine Rolle, ob man mit 50 Kilometern pro Stunde oder nur mit einer 30 fährt.“

Mehrfach machte Heikes die Stadtverwaltung auf das Problem aufmerksam. Das Ordnungsamt beantragte wiederholt bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, ein beidseitiges Parkverbot einzuführen. „Dabei stieß die Maßnahme in Borna bisher auf Ablehnung“, so Stadtsprecherin Anja Lohn. Aus ihrer Sicht könnte der Platz gegenüber des ehemaligen Gasthofes in Eicha als alternative Parkfläche genutzt werden, wie es Heikes bereits vorgeschlagen hatte.

Ortschaftsrat drängt weiter

Mit den Ablehnungen wollte sich der Ortschaftsrat nicht abfinden und bohrte weiter. Ortsvorsteher Heikes wandte sich persönlich an den Beigeordneten des Landkreises, Gerald Lehne (CDU), der ihn laut Lohn an die Polizei verwies. Außerdem bat er die LVZ zum Pressetermin gebeten. Und das Ordnungsamt stellte erneut einen Antrag. Das unermüdliche Drängen aller Beteiligten zeigte schließlich Wirkung.

Dieser Tage ordnete das Landratsamt ein Parkverbot auf Probe vom 8. August bis zum 30. September an. Währehnd dieser Zeit soll der Verkehr kontrolliert und dokumentiert werden. Danach erfolgt eine Auswertung, um die Entscheidung zu treffen, ob das Parkverbot dauerhaft bestehen bleibt.

Bürgermeister Zocher dazu: „Manchmal stimmen subjektives Empfinden und das Verwaltungshandeln nicht überein. Ich bin froh, dass es jetzt zu diesem Test kommt, um hier Klarheit zu schaffen.“

Auch Ortsvorsteher Heikes zeigt sich grundsätzlich erfreut und erklärt: „Das ist in unserem Sinne.“ Zugleich fragt er allerdings: „Welche Erkenntnisse sollen aus dem Test gezogen werden? Wenn auf der Straße in der Probephase kein Unfall passiert, was bedeutet das dann?“ Der Test werde aus seiner Sicht wenig aussagekräftig verlaufen, weshalb er gleich für ein dauerhaftes Parkverbot plädiert.

Nichtsdestotrotz hofft Heikes, „dass sich die Einwohner einsichtig zeigen“ und der Neuregelung zustimmen. „Es wäre schön, wenn ihnen bewusst würde, dass es sich dort um eine gefährliche Stelle handelt und dass es nicht zu weit ist, wenn sie ihr Auto am Gasthof abstellen und die 50 Meter nach Hause laufen müssen“, erklärte er.

Von Frank Pfeifer

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