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Grimma Landratsamt und LVZ verleihen Heimatpreise
Region Grimma Landratsamt und LVZ verleihen Heimatpreise
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18:29 01.06.2014
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Markkleeberg

Im Fotomuseum Markkleeberg erhielten sie neben Glückwünschen und Blumensträußen als bleibende Erinnerung auch Wandtafeln, die individuell von der Töpferei Müller in Kohren-Sahlis hergestellt wurden, sowie eine Geldprämie zur Unterstützung ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Andreas J. Mueller, Direktor des Fotomuseums, machte schon in seiner Begrüßung deutlich, welche Bedeutung dem Heimatpreis zukomme. Mit ihm würden Menschen gewürdigt, die "ihre Ärmel hochkrempeln, um ihre Heimat zu gestalten und lebenswerter zu machen". Für das Fotomuseum sei es eine ganz besondere Ehre, Ort der Verleihung zu sein. Doch das Museum sei auch ein Ort der Identifikation mit der Region, immerhin gelte Sachsen als Wiege der Kamera-Industrie.

LandkreisLeipzig/Markkleeberg. Adam Jones und Mariko Mitsuyu aus dem Brandiser Ortsteil Polenz, Kunst- und Fotoverein Grimma und Jugendinitiative Rastlos aus Bad Lausick - so heißen die Geehrten, die am Sonnabend mit dem von Landratsamt und Leipziger Volkszeitung gestifteten Heimatpreisen für das Jahr 2013 ausgezeichnet wurden.

Identifikation spielte auch in der Festrede des Markkleeberger Bürgermeisters Karsten Schütze eine große Rolle. Heimat sei ein schwer definierbarer Begriff, führte er aus, und außerdem hätten sich bereits 22 Festredner vor ihm damit auseinandergesetzt. Deshalb wähle er einen sehr persönlichen Ansatz für seinen Vortrag, so Schütze.

In den Worten, die er folgen ließ, wurde sehr anschaulich, dass Heimat für ihn auch einen regionalen Aspekt beinhaltet. "Vor 37 Jahren befand sich an dieser Stelle ein Spielplatz mit Wasserbecken, nebenan ein Schulgarten", führte Schütze aus. Wo heute das Fotomuseum stehe, habe er als Kind gespielt. Er habe die Schule besucht, deren Chor die Heimatpreisverleihung ausgestalte, anschließend habe er dort selbst 23 Jahre lang unterrichtet, bevor er zum Oberbürgermeister gewählt worden sei. Das Fotomuseum sei ursprünglich als Landwirtschaftsmuseum errichtet worden. Was jetzt in dem Haus an Bildern zu sehen sei, lasse viele seiner Kindheitserinnerungen wieder wach werden. Manchmal stehe er davor und staune, räumte der Ortschef ein. "Man sieht Bilder wie aus einer anderen Welt, aber auch das ist unsere Heimat."

"Hier schlägt mein Herz", erklärte Schütze. Auf Markkleeberg, die Leipziger Region und Sachsen sei er immer stolz gewesen. Denn Heimat sei nicht nur ein Ort, es sei auch ein Gefühl, griff er auf Zitate zurück. Und "Heimat entsteht durch Mitwirkung", fuhr er fort und richtete deshalb seinen Dank an den Landkreis und die Leipziger Volkszeitung. Die Stiftung des Heimatpreis sei ein wichtiges Zeichen an alle, die sich ehrenamtlich engagieren würden.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung nutzten viele Gäste die Möglichkeit, die Exponate des Fotomuseums zu entdecken. Neben zahlreichen Bildern aus der Heimat ist momentan auch eine Sonderschau zu sehen mit Bildern von Marylin Monroe. Bis zum 7. September können sie dienstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr bestaunt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.06.2014

Heinrich Lillie

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