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Grimma Lanz-Bulldog, Wartburg und Wohnwagen in Ammelshain
Region Grimma Lanz-Bulldog, Wartburg und Wohnwagen in Ammelshain
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14:30 12.08.2018
Das Ammelshainer Oldtimerreffen erfreu sich seit Jahren großer Beliebtheit. Quelle: René Beuckert
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Naunhof/Ammelshain

Das Ammelshainer Oldtimertreffen erfreut sich seit neun Jahren einer großen Beliebtheit. Auch an diesem Wochenende kamen Oldtimerfreunde von Nutzfahrzeugen, aber auch von Autos und Zweirädern auf ihre Kosten.

Mit Dorffest hat alles begonnen

Karsten Petersen von den Oldtimer- und Traktorenfreunden Ammelshain erinnerte sich noch an die Anfangsjahre. „Dazumal wollten wir mit einigen Oldtimern der Dorfbewohner das Dorffest bereichern und stellten einige Fahrzeuge hinzu. Da die Begeisterung der Besucher zunahm, sind es innerhalb von drei Jahren immer mehr Fahrzeuge geworden, woraus die Idee entstanden ist, eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen, die mittlerweile seit neun Jahren besteht.“

Freunde der Feuerwehr in Dresden zeigen ein historisches Löschfahrzeug. Quelle: René Beuckert

Am Sonnabendvormittag fuhren immer mehr Fahrzeuge auf das Festgelände. Einige waren mit ihren Vehikeln bereits am Vortag angereist, so wie die Freunde der Feuerwehr aus Dresden. „Wir haben uns mit der Feuerwehr und den Wohnwagen am Freitag gleich nach Feierabend auf den Weg gemacht. So können wir den Samstag ganz entspannt genießen“, betonte Torsten Fiedler. Und das taten sie auch. Gegen 10 Uhr saßen sie vor ihrem Feuerwehrfahrzeug am frisch gedeckten Tisch und frühstückten in aller Ruhe. Weiterhin erklärt Torsten Fiedler, dass in Ammelshain eine familiäre Atmosphäre herrsche, die sie als Großstädter genießen. Auch seien die Veranstaltungen stets gut organisiert, so die Dresdener Oldtimerfreunde.

Leidenschaft bei den Besuchern

Besucher Harald Büschner schaute sich aufmerksam die in einer Reihe aufgestellten Lanz-Bulldogfahrzeuge an. „Solche Traktoren kenne ich von früher her, als sie noch im Einsatz waren. Es waren meist Großbauern, die sie besaßen. Die Schlepper fuhren nicht nur aufs Feld zum Pflügen oder um die Ernte einzubringen, vielmehr wurden sie sogar stationär betrieben. Ein Transmissionsriemen verband die angeschlossenen Geräte wie eine Kreissäge, aber insbesondere die Dreschmaschine“. Beim Anblick der alten Motorräder in der Nachbarschaft wurden bei dem Naunhofer weitere Erinnerungen wach. „Bis in die 70er-Jahre bin ich selber Motorradrennen gefahren. Meine 250er-AWO war nur für den Rennsport konzipiert und damit nicht im Geschäft erhältlich“.

Das Bild der nostalgischen Fahrzeuge, zumindest jener aus der DDR, ließen alte Zeit noch einmal lebendig werden. Christian Müller kuppelte einen Wartburg HT mit dem legendären Wohnwagen Nagetusch zusammen und spiegelte damit ein Stück DDR-Geschichte wider. „Den Wohnwagen mit seiner Originalausstattung habe ich zum Hineinschauen gleich offen gelassen“, erklärte er. Für ihn sei es immer wieder ein interessant, wie sich die Leute mit der Fahrzeugtechnik dieser Zeit verbunden fühlen und auch etwas darüber erzählen können.

Interesse an historischer Technik

Die restaurierte EMW-Seitenwagenmaschine vom Baujahr 1952 von Jens Näser aus Mutzschen bildete neben weiteren Zweirädern ebenfalls einen Blickfang. „Viele Leute sind an der historischen Technik interessiert und stellen deshalb Fragen“, sagte Zweirad-Enthusiast Jens Näser.

Genauso hoch standen Kleinschlepperfahrzeuge in der Gunst der Besucher. Gudrun Antonin und Rainer Bartels stellten ihre Kleintraktoren der Marke Holder aus. „Die Maschinen laufen heute noch“, betont Bartels. Das gut organisierte Oldtimertreffen in Ammelshain wollen sie nicht missen, weil sie hier sie mit Gleichgesinnten schnell ins Gespräch kommen und auch Neuigkeiten erfahren.

Von René Beuckert

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