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Leader Region Leipziger Muldenland für Engagement im Klimaschutz ausgezeichnet

Woche der Umwelt in Berlin Leader Region Leipziger Muldenland für Engagement im Klimaschutz ausgezeichnet

Mit einer Urkunde und motiviert, noch mehr für den Klimaschutz zu tun, kommen die beiden Bürgermeister Bernd Laqua (Bennewitz) und Thomas Pöge (Thallwitz), Vorsitzender und Vize der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Leipziger Muldenland, sowie Regionalmanager Matthias Wagner aus Berlin zurück.

In ein Messe- und Ausstellungsgelände verwandelte sich am 7. und 8. Juni der Park des Schlosses Bellevue. Bundespräsidialamt und Deutsche Bundesstiftung Umwelt veranstalteten zum fünften Mal die „Woche der Umwelt“. Rund 200 Aussteller präsentierten auf der 4000 Quadratmeter großen Fläche Innovationen und Ideen.

Quelle: DBU/Peter Himsel

Berlin/Muldental. Mit einer Urkunde und motiviert, noch mehr für den Klimaschutz zu tun, kommen die beiden Bürgermeister Bernd Laqua (Bennewitz) und Thomas Pöge (Thallwitz), Vorsitzender und Vize der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Leipziger Muldenland, sowie Regionalmanager Matthias Wagner heute aus Berlin zurück. Auf der Woche der Umwelt, zu der Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt vom 7. bis 8. Juni in den Park von Schloss Bellevue eingeladen hatte, wurden teilnehmende Regionen an RegioTwin – Partnerschaften für den Klimaschutz durch das Bundesumweltministerium ausgezeichnet, so auch die Partnerregionen Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen und Leader-Region Leipziger Muldenland.

Ein Jahr lang haben sich 20 Kommunen, Landkreise und Städte im Rahmen des Projektes RegioTwin mit ihren Partnern über ihre Aktivitäten im Klimaschutz ausgetauscht, voneinander gelernt, gemeinsam Projekte umgesetzt. Themenfelder waren unter anderem Effizienz, Mobilität, erneuerbare Energien, Organisation, Konsum und Lebensstile oder auch Industrie. Das von der Universität Kassel durchgeführte und vom Bundesumweltministerium geförderte Modellvorhaben erprobt, inwiefern eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Kommunen und damit Wissenstransfer die Umsetzungsquote von Klimaschutzmaßnahmen erhöht. Auf der Woche der Umwelt wurden die Partner für ihr Engagement mit einer Urkunde prämiert.

„Wir haben beispielsweise den Energiemanager aus dem Partner-Landratsamt eingeladen, der uns in einer Leader-Versammlung im vergangenen Jahr in Thallwitz unter anderem die so genannten Bioenergiedörfer vorgestellt hat, die in Marburg-Biedenkopf biogene Kraftwärmekopplungsanlagen mit Nahwärmenetzen verbinden und ganze Ortsteile mit Wärme und Strom aus regionalen, erneuerbaren Energien versorgen“, berichtet Laqua. Im Januar hatten die Muldentaler Gelegenheit, sich mit Erfurtshausen ein solches Energiedorf anzuschauen. „Es gilt, diese Themen in die Leader-Region zu transportieren“, betont der LAG-Vorsitzende. Auch deshalb sei für August als nächster Schritt die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien durch die beiden Landräte Henry Graichen und Kirsten Fründt geplant.

Woche der Umwelt

Die Woche der Umwelt bot für mehrere tausend geladene Besucher aus Forschung, Wirtschaft, Politik, Medien und Zivilgesellschaft eine Plattform des Austauschs und der Inspiration zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Möglichkeiten und Chancen zur Lösung globaler Umweltfragen. Kernstück war die rund 4000 Quadratmeter große Ausstellung im Schlosspark, auf der sich 200 ausgewählte Projekte zu den Themen Klimaschutz und Energie, Ressourcenschonung, Boden und Biodiversität, Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen präsentierten. Auch Bezüge zu Bildung und Kommunikation sowie zur Digitalisierung standen im Fokus. Damit erhielt das Fachpublikum Einblick in neue, umweltfreundliche Technologien, Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die für eine verantwortungsvolle Gestaltung der Zukunft bereitstehen. Parallel erwartete die Gäste ein umfangreiches Programm mit über 400 Experten. Spitzenvertreter aus allen gesellschaftlichen Bereichen zeigten in Diskussionsrunden neue Entwicklungen zu für die Zukunft entscheidenden Umweltthemen auf. Ergänzend wurden 80 hochrangig besetzte Fachforen zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen angeboten. Veranstalter waren unter anderem Forschungseinrichtungen, Umweltorganisationen, Wirtschaftsverbände und Fachbehörden.

Die Auszeichnung versteht Laqua weniger für Erreichtes „als vielmehr für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die es ermöglicht, Ideen aufzugreifen“. Denn auch die Hessen haben noch lange nicht all ihre ambitionierten Ziele umgesetzt. Unter anderem wollen sie die Treibhausgasausstöße bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 senken, die Energieversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien aus eigenen regionalen Potenzialen decken, wobei für Strom und Wärme die Umstellung bis 2040 erfolgen soll und für Mobilität bis 2050 – insbesondere der ländliche Raum soll besser und nachhaltiger angebunden werden, Modellprojekte wie Bürgerbusse oder Mobilitätsgenossenschaften sind bereits vorhanden. Der Endenergiebedarf innerhalb des Kreises soll bis 2050 um 50 Prozent gesenkt werden. Um dies zu erreichen, initiiert und begleitet der Landkreis eine Vielzahl von Projekten in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und -einsparung. 2011 verabschiedete er ein Klimaschutzkonzept und stellte eine Klimaschutzmanagerin für dessen Umsetzung ein.

Auch das Leipziger Muldenland fängt in Sachen Klimaschutz nicht bei Null an, sagt Laqua. Bereits 2011 wurde es in das Netzwerk der 100ee-Regionen aufgenommen und 2012 ein Klimaschutzkonzept veröffentlicht. Zu den umgesetzten Projekten gehören energetische Straßenbeleuchtungen, die energetische Sanierung von Schulen und Kindergärten sowie private und gewerbliche Gebäudesanierungen unter Einsatz innovativer Technik. Für sieben Kommunen wurde ein kommunales Gebäudemanagement aufgebaut, acht kommunale Energiemanager wurden geschult. Beispiele für die Einbindung der Bevölkerung sind drei Energieradtouren und mehrere Exkursionen. Die Bauherrenmappe der Energieagentur Saena wurde durch einen regionalen Bereich zum Leipziger Muldenland ergänzt. Zudem hat das Leipziger Muldenland an Manergy teilgenommen, einem gemeinsamen Projekt von Ungarn, Deutschland, Slowenien, Österreich, Polen und Italien zur Umsetzung der Kyoto-Klimaschutzziele. Als nächste Ziele nennt der LAG-Vorsitzende „die Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen, die Gründung von Energiegenossenschaften sowie eines regionalen Stadtwerkes (Wurzener Landwerke) und die Etablierung eines interkommunalen Klimaschutzmanagers“, wofür „engagierte Überzeugungsarbeit bei den Akteuren in den Kommunen erforderlich“ sei. „RegioTwin hat uns im kommunalen Klimaschutz wirklich voran gebracht. Wir haben sehr von den Erfahrungen unseres Twinning-Partners profitiert und neue Projekte in unserer Leader-Region initiiert“, freut sich LAG-Vorsitzender Bernd Laqua. Zudem wurde eine weitere Kooperation zum Thema Klimaschutz mit der Leader-Region Delitzscher Land auf den Weg gebracht

Von Ines Alekowa

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