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Grimma Leipzig-Grimma-Meißen: Bahnreisende bleiben Busreisende
Region Grimma Leipzig-Grimma-Meißen: Bahnreisende bleiben Busreisende
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15:15 19.05.2015

Daran ändert sich in nächster Zeit wenig. Es gibt sogar Fragen zum Erhalt der gesamten Strecke.

Wer momentan auf der Linie Leipzig - Meißen mit dem Zug fahren und zum Beispiel in Grimma einsteigen möchte, fährt länger und Bus: Bereits seit Mitte Oktober und laut Plan noch bis zum 26. November verkehrt zwischen Brandis/Beucha und Leisnig ein sogenannter Schienenersatzverkehr (SEV). Und die nächste Einschränkung ist schon angekündigt, am 14. Dezember wartet die Streckensperrung zwischen Großbothen und Leisnig. Die Deutsche Bahn hat auf Anfrage dieser Zeitung diese Teilsperrung bestätigt. "Auf dem Streckenabschnitt Großbothen - Leisnig sind auch nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks (ESTW) Muldental noch Sperrungen notwendig. Die Sperrung ist nach aktuellem Sachstand ab dem 14. Dezember vorgesehen. Die Dauer hängt von dem Umfang aller notwendigen Maßnahmen ab", heißt es in der Mitteilung von Bahnsprecherin Sabine Krüger. Somit wartet auf Bahnreisende nur rund zwei Wochen nach Ende der aktuellen Einschränkung erneut Schienenersatzverkehr. Die Bahn bestätigte damit die Information des Nossener IG Dampflok-Vorsitzenden Andreas Rost, der eine weitere Teilsperrung noch in diesem Jahr vorausgesagt hatte. Stimmen auch seine Informationen, was die Dauer der Maßnahmen angeht, so könnte es monatelang SEV auf verschiedenen Abschnitten geben. Rost hatte von einer Bauzeit bis Juni 2014 gesprochen.

Einen Fahrgastschwund durch die zuletzt gehäuften Sperrungen auf der Strecke Leipzig - Meißen befürchtet die Bahn derweil nicht. "Die Reisendenzahlen sind in den letzten Jahren stabil. Natürlich sind die Behinderungen für die Reisenden unangenehm und mit Zeitaufwand verbunden. Gleichzeitig sehen die Reisenden aber auch, dass wir in die Infrastruktur investieren und somit die langfristige Verfügbarkeit der Infrastruktur sicherstellen", erklärte Krüger. Ob die Fahrgastzahlen zum Erhalt des Streckenabschnitts Döbeln - Meißen ausreichen, wollen die Verkehrsverbünde Oberelbe (VVO) und Mittelsachsen (VMS) noch Ende dieses Monats klären. Am 28. November treffen sich die VVO-Mitglieder zur Entscheidung, ob ab dem Jahr 2016 Busse eingesetzt werden sollen. Die gleiche Problematik berät der VMS einen Tag später.

Ein zusätzliches Fragezeichen für die gesamte Strecke entsteht durch Planungen der Bahn: Sie will unabhängig von VVO- und VMS-Entscheidung den Abschnitt zwischen Döbeln und Meißen verkaufen. Wie Rost bekräftigte, seien neue Anbieter ab dem Jahr 2015 im Gespräch. Welche Auswirkungen das hat, ist offen. Theoretisch könnte ein neuer Streckenbetreiber auch für den Erhalt eines regelmäßigen Zugverkehrs sorgen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2013
Sebastian Fink/Heinrich Lillie

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