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Grimma Leipziger Antiquar holt Kunstsammler ins Jagdhaus Kössern
Region Grimma Leipziger Antiquar holt Kunstsammler ins Jagdhaus Kössern
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15:23 26.02.2017
Zum Ersten, zum Zweiten und …zum Dritten: Michael Ulbricht hatte zur Freude von Siri Köppchen Kunst vom Feinsten wie diesen Picasso-Druck mit ins Kösserner Jagdhaus gebracht. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Grimma/Kössern

Zum Ersten, zum Zweiten und ...zum Dritten: Das bekannte Schlusswort eines jeden Auktionators, es erklang am Sonntagnachmittag zum dritten Mal in der jüngeren Vergangenheit im Muldental. Nachdem der Leipziger Antiquar Michael Ulbricht mit einer seiner Benefiz-Kunstauktionen bereits das Grimmaer Göschen- und das Wurzener Ringelnatzhaus unterstützt hatte, war er dieses Mal im Jagdhaus Kössern zu Gast.

Um hier unter anderem Holzschnitte, Lithografien, Aquarelle und Radierungen solch namhafter Künstler wie Otto Dix, Max Klinger und Marc Chagall unters kunstinteressierte Publikum zu bringen. Welches zahlreich bereits am Vormittag zur, wie es Michael Ulbricht augenzwinkernd kommentierte, besten „Kartoffel-Abgießzeit“ die Gelegenheit nutzte, die zur Versteigerung stehenden Kunstwerke in Augenschein zu nehmen.

„Mir war schnell klar, dass das Jagdhaus zum einen des Ambientes und zum anderen der hier ein- und ausgehenden Menschen wegen ein gutes Pflaster sein wird“, sagte der Macherner. Und er kündigte an, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer zweiten Auktion in der Vorweihnachtszeit wieder im Jagdhaus aufzuschlagen. „Die Vorweihnachtszeit ist erfahrungsgemäß eine für Kunst-Auktionen sehr geeignete, weil es dann mit Blick auf den Heiligen Abend zahlreiche ‚Angstkäufe’ gibt“, plauderte der Leipziger Antiquar aus dem Nähkästchen.

Und bewirkte mit dieser seiner Aussage ein Lächeln auf dem Gesicht von Jagdhaus-Mitarbeiterin Siri Köppchen. „Wir haben immer Projekte, die notorisch unterfinanziert sind, weshalb uns jede finanzielle Unterstützung recht ist“, sagte die Kultur- und Veranstaltungs-Managerin, die entsprechend mit ihrem Team mit Suppe, Schnittchen, Mandelkuchen und einem Klavier- und Rezitations-Programm für die passende kulinarisch-kulturelle Umrahmung der Premieren-Auktion gesorgt hatte.

„Man muss seinen Gästen auch etwas bieten, und im Jagdhaus bin ich diesbezüglich in den allerbesten Händen“, sparte Michael Ulbricht, der 20 seiner Leipziger Kunden mit nach Kössern gebracht hatte, nicht mit Lob. Auch nicht gegenüber jenen, die den Wert von Kunst über deren ästhetische Qualitäten hinausgehend zu schätzen wissen. „Ich freue mich besonders darüber, dass zunehmend auch jüngere Leute bei meinen Auktionen zugegen sind“, sagte der Kunstexperte.

Grundsätzlich handele es sich bei den Käufern zum einen um Kunstinteressierte, zum anderen um Leute, die Kunst als eine Anlageform betrachten würden. „Und manchmal kommen auch beide Aspekte zusammen“, meinte der Betreiber des Antiquariats Buch & Kunst, der nach eigener Aussage im Durchschnitt zwei Benefiz-Auktionen im Monat quer durch die Republik durchführt.

Entsprechung findet Michael Ulbrichts proppevoller Terminkalender im nicht minder gut gefüllten Jahresprogramm des Jagdhaus-Vereins, der in diesem Jahr bereits Hochkaräter wie den Kabarettisten Meigl Hoffmann und den Entertainer Gunter Emmerlich in den Mauern des barocken Kleinodes zu Gast hatte. „Unsere nächste große Aktion wird am 23. März ein Konzert-Theaterprogramm für Kinder im Grundschul-Alter sein, zu dem die Schulen der Region herzlich eingeladen sind“, warb Siri Köppchen in eigener Sache.

Von Roger Dietze

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