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Grimma Leselöwen – Grimmas Stadtsieger stehen fest
Region Grimma Leselöwen – Grimmas Stadtsieger stehen fest
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07:00 08.06.2018
Yara Fischer bei ihrem Vortrag in der Bibliothek – sie wurde bei den Drittklässlern der Stadtsieger im Vorlesewettbewerb. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Das Herz dürfte ihnen bis zum Hals geklopft haben, als sie mit ihrem Buch in der Hand vor Jury und Publikum traten. In den vergangenen drei Wochen wurden Grimmas beste Vorleser aus den zweiten, dritten und vierten Klassen gesucht. Nach den Vorausscheiden stellten sich die Besten von sechs der insgesamt acht Grundschulen immer mittwochs dem finalen Wettbewerb in der Grimmaer Stadtbibliothek. Die Vorlesekrone dürfen sich nun Vivienne Vogt aus der Schule Großbothen (2. Klasse), Yara Fischer aus der Bücherwurm-Schule in Grimma (3. Klasse) und Julian Weiden aus der Schule Zschoppach (4. Klasse) aufsetzen. Sie sind die diesjährigen Stadtsieger.

Kinderbuchverlag Loewe rief Wettbewerb ins Leben

Beim Leselöwen-Vorlesewettbewerb in der Seume-Bibliothek in Grimma. Quelle: Thomas Kube

Der Blindacher Kinder- und Jugendbuchverlag Loewe unterstützt die Leseförderung an Grundschulen schon lange mit einem Leselöwen-Vorlesewettbewerb. 2004 sprang die Johann-Gottfried-Seume-Bibliothek auf den Zug auf und kürt seitdem die Stadtsieger. Zunächst nur für Dritt- und Viertklässler gedacht, seit 2010 sind auch die Zweitklässler gefordert. „Wir wollen so den Spaß mit der Lesefertigkeit verbinden“, sagt Bibliotheksleiterin Katrin Örtl. Schließlich lasse sich die Tendenz, dass die Lesefertigkeit nachlässt, nicht wegreden.

Sieger überzeugten bei Zweittext

In der Bibliothek aber hatte sich die Crème de la Crème der kleinen Vorleser versammelt. Die Kinder trugen zunächst Passagen aus einem Buch vor, das sie selbst auswählen durften und dem meist aus Eltern und Großeltern bestehenden Publikum nebst Jury vorstellten. Die Zeit war begrenzt. Als Zünglein an der Waage erwies sich jedoch der Zweittext. Bibliothekschefin Örtl legte den Schulsiegern ein Kinderbuch auf den Tisch, das sie bislang nicht in der Hand hatten. Wer hieraus weitgehend fehlerfrei und stilvoll vortragen konnte, hatte beste Chancen auf den Leselöwen – ein vom Verlag zur Verfügung gestelltes Plüschtier für die Gewinner. Leer ging freilich keiner der Finalisten aus. Jeder wurde mit einem Präsent bedacht.

Bei den Drittklässlern etwa strahlte Yara Fischer übers ganze Gesicht, als Örtl das Ergebnis verkündete. Sie hatte aus dem Buch „Ein Panda ist kein Känguru – Liliane Susewind“ von Tanya Stewner vorgelesen und auch den ihr unbekannten Text – „Donnerstag ist Drachentag“ von Saskia Hula – sehr gut bewältigt. Die bis zu siebenköpfige Jury, in der keine Lehrer saßen, hatte die Vorträge nach drei Aspekten zu bewerten: Textverständnis, Lesetechnik und Textgestaltung.

Bücherei pflegt Kontakt zu Schulen

Der Wettbewerb sei ein Selbstläufer, so Bibliothekarin Sybille Kutscher, die von Anfang an die Organisation in den Händen hält. „Wichtig ist für uns auch der Kontakt zu den Schulen“, ergänzte ihre Chefin. Der Ausscheid solle Ansporn fürs Lesen sein.

Von Frank Prenzel

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