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Letzter Baustein für Hochwasserschutzanlage Vereinigte Mulde kommt 2018

Teilschutzdeich Letzter Baustein für Hochwasserschutzanlage Vereinigte Mulde kommt 2018

Nach achtjährigem Genehmigungsverfahren hat die Landestalsperrenverwaltung nun mit dem rund 230-seitigen Planfeststellungsbeschluss den letzten Baustein für den Abschluss der Ausbau- und Instandsetzungsarbeiten der Hochwasserschutzanlagen im Bereich des Muldenzusammenflusses von der Landesdirektion erhalten.

Planfeststellungsbeschluss für Hochwasserschutzanlage Vereinigte Mulde erhalten: Die rote Linie zeigt den Abschnitt der ertüchtigt werden soll. Die grüne Linie stellt dar, was bereits schon gebaut wurde.
 

Quelle: Landestalsperrenverwaltung

Grimma/Colditz.  Der letzte Teilschutzdeich für die Hochwasserschutzanlagen im Bereich des Muldenzusammenflusses der Zwickauer und der Freiberger Mulde soll 2018 gebaut werden. Darüber informierte jetzt die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen. „Nach achtjährigem Genehmigungsverfahren haben wir nun mit dem rund 230-seitigen Planfeststellungsbeschluss von der Landesdirektion grünes Licht erhalten“, sagte der Projektleiter der Landestalsperrenverwaltung für den Bereich Mulde, Thomas Zechendorf.

Durch den Bau des Teilschutzdeiches soll die dahinterliegende Infrastruktur, unter anderem das Sportlerheim in Sermuth und landwirtschaftliche Fläche vor einem Hochwasser mit einer statistisch 25-jährlichen Wiederkehr (HQ 25) geschützt werden.

Der von der Landestalsperrenverwaltung zu ertüchtigende Deich beginnt am Flügeldeich Erlln (4) linksseitig der Freiberger Mulde und endet an einem natürlichen Geländehochpunkt nahe der Ortslage Kössern an der Vereinigten Mulde (rote Linie). „Mit der Instandsetzung des etwa 2,1 Kilometer langen Deiches soll erreicht werden, dass der Deich, bei größeren jedoch selteneren Ereignissen wie 2002 und 2013 nicht bricht“, sagte Thomas Zechendorf. „Damit wollen wir verhindern, dass das Muldewasser unkon-trolliert einströmt und damit Schäden anrichtet“, ergänzt der Projektleiter.

Ein zusätzlicher verschließbarer Gewässerdurchlass, ein sogenanntes Siel, soll dabei für eine schnellere Entwässerung der überstauten Flächen nach einem Hochwasserereignis sorgen.

„Seit dem Hochwasser von 2002 hat sich jedoch im Bereich des Muldezusammenflusses schon viel getan“, meint Thomas Zechendorf. Die Hochwasserschutzanlagen um die Ortslagen Erlln (4), Sermuth (2) und Kleinsermuth (3) (Schutz jeweils HQ 100) wurden bis 2011 fertiggestellt. Und schon bald danach benötigt. „Sie haben sich 2013 hervorragend bewährt“, freute er sich. Am nördlichen Anschlusspunkt (6) wurde bereits ein stark geschädigter Deichabschnitt von etwa 80 Metern und das dort befindliche marode Siel instand gesetzt. Ebenfalls wurden die beiden südlichen Deichbrüche (7) oberhalb der Straßenbrücke über die Freiberger Mulde nach dem Hochwasser 2013 gesichert. Am rechtsseitigen Ufer der Vereinigten Mulde wurde ein Deichbereich (5) aufgegeben und damit entwidmet, um dem Fluss Überschwemmungsgebiet oder wie es in der Fachsprache heißt, Retentionsraum, zurückzugeben.

„Wir werden nun den Feststellungsbeschluss auswerten. Denn er enthält zahlreiche Auflagen. Der nächste Schritt besteht darin, die Planungsunterlagen auf den neuesten Stand zu bringen“, erklärte Thomas Zechendorf das weitere Prozedere. Nach der Vorlage aller Bauerlaubnisse erfolgen die archäologischen Grabungen. Außerdem sind einige naturschutzfachlichen Ausgleichmaßnahmen geplant. Mit diesen muss noch vor dem eigentlichen Baubeginn im Jahr 2018 begonnen werden.

Von Cornelia Braun

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