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Grimma Löschwasserteich wird zur Todesfalle
Region Grimma Löschwasserteich wird zur Todesfalle
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15:25 19.05.2015
Gefahrenquelle: Die Katze von Lidia Schulz ertrank an der Löschwasserentnahmestelle. Sie warnt davor, dass der Teich für Kinder gefährlich ist. Quelle: Cornelia Braun
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Eine Woche sei Elli verschwunden gewesen. "Ich habe im Konsum einen Aushang gemacht", sagte sie. "Als ich auf dem Weg zum Zahnarzt war, sprachen mich zwei Frauen mit einem Hund an und erklärten mir, dass sie zwei tote Katzen im Feuerlöschteich gesehen haben", erinnerte sich die Tierfreundin. Von dem Schock habe sie sich bis heute nicht erholt. Elli gehörte zur Familie. "Ich habe schon als Kind eine Katze umsorgt", sagte sie. Auch im Eigenheim der eigenen Familie hätten Katzen zum Haushalt gehört. Heute allerdings lebe sie mit ihren Söhnen nicht mehr in einem Haus, aber in der ersten Etage in einer Neubauwohnung. Doch dass sei für die Katzen auch kein Problem, die nach wie vor Freigänger wären. Bei einer Begehung des Löschteiches zeigte die 50-Jährige auf den Abstand des Tores vom Fußboden, den die Katzen genutzt haben müssen, um auf das Teichgelände zu kommen. "Bürger wollen aber auch schon gesehen haben, dass Kinder über das Tor auf das Gelände der Löschwasserentnahmestelle geklettert sind", sagte sie. Hier müsse etwas getan werden. Ortsvorsteher Helmut Hering von Dürrweitzschen ist auch der Auffassung und will das Thema Feuerwehrlöschteiche auf die Tagesordnung der nächste Ortschaftsratssitzung im November setzen. "Die Feuerwehrlöschteiche sind vor der Eingemeindung zu Grimma 2011 instand gesetzt worden", erklärte Hering. Bisher haben diese keine Rolle in den Ortschaftsratssitzungen gespielt.

Der Chef von der Dürrweitzschener Feuerwehr, Günter Stoppe, war nicht erstaunt, dass Katzen in den Teich gefallen sind. "Seit darin Goldfische leben, werden öfters am Teichgelände Katzen gesichtet, die versuchen, diese zu erhaschen", sagte er. Problematisch sehe er jedoch bauliche Veränderungen, die den Abstand vom Tor zum Fußboden verringern könnten. Bei Schnee im Winter werde es dann kompliziert, das Tor zu öffnen. Er sei froh, dass dieses Thema auf der nächsten Ortschaftsratssitzung stehen soll. "Ich habe weniger Sorgen mit dem Feuerwehrlöschteich im Neubaugebiet als mit dem anderen Teich im Ort", so Stoppe. Hier sorge eine Eiche dafür, dass der Teich durch das Laub immer mehr verdreckt. "Früher wurde der Teich mit Hilfe des Bauhofes einmal im Jahr gesäubert. Doch das ist nicht mehr der Fall. Hier müsse etwas getan werden", sagte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.11.2013
Cornelia Braun

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