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Lutherdekade in Grimma

Lutherdekade in Grimma

Grimma/Nimbschen. Traditionell steht das Osterfest im Zeichen der Auferstehung von Jesus Christ. In Grimma aber ging es um die Auferstehung der Geschichte rund um Kloster Nimbschen.

. Denn vor der Ruine des einstigen Zisterzienserinnenklosters wurde im Rahmen der Lutherdekade die Nonnenflucht vor knapp 500 Jahren thematisiert. Mit der vom Renaissance-Tanz-Ensemble „Tourdion" kulturell eingerahmten Veranstaltung wurde auch die touristische Saison für Grimma eröffnet.

„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt". Damit animiert Ken Lordemann als Ablasshändler verkleidet das zahlreich erschienene Publikum zum Erwerb von Ablassbriefen. Indes seine Altersgenossen und Mitschüler der Theater-AG im Gymnasium St. Augustin sich in Nonnengewändern gehüllt auf die Bühne begaben und demütig auf Selbsterhöhung verzichteten. „Wir stellen damit einen Ausschnitt aus dem Stück Auferstehung dar, in dem es um die Flucht der zwölf Nonnen geht und das als ganzes Bühnenstück im Sommer 2012 hier an gleicher Stelle uraufgeführt werden soll", ließ Geschichtslehrerin Mona Trauer wissen. Eine der Nonnen war die Katharina von Bora, heuer gemimt von Jina Leuchner. Für sie, die eigentlich Atheistin ist und gar nichts mit dem lieben Gott am Hut habe, sei diese Rolle dennoch eine Herausforderung. „Weil ich damit mein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen kann, und weil diese Rolle Spaß macht", sagte sie.

Ein Höhepunkt war die Präsentation eines von der Firma Sedlaczek in Handarbeit hergestellten Renaissance-Schuhes (LVZ berichtete), wie ihn Katharina von Bora bei ihrer Flucht verloren haben soll. Vielleicht wird er gar noch gefunden, wenn, wie es Oberbürgermeister Matthias Berger ankündigte, das Areal rund um die Klosterruine „infrastrukturell auf ein anderes Niveau" gehoben wird. „Dem Besucher wollen wir mit der Freilegung der Klostergrundmauern einen authentischen Eindruck vom Umfang der ursprünglichen Klosteranlage vermittelt", wusste Bettina Holfter vom Kulturbetrieb Grimma zu erklären. Ein Projekt, dem es aber bislang an Zustimmung im Stadtrat fehle. „Die Klosterruine haben nur wir hier. Mit ihr als Alleinstellungsmerkmal wollen wir den Besucherstrom auf dem Lutherweg Sachsen zielgerichtet hierher lenken – das müssen wir als touristische Attraktion für Grimma nutzen", warb Holfter leidenschaftlich. Frank Schmidt

iWeitere Fotos in unserer Onlinegalerie unter www.lvz-online.de

 

Frank Schmidt

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