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Macherner Muse beschmiert

Macherner Muse beschmiert

 Machern. Sie sollen eigentlich zur Erbauung und Freude der Spaziergänger dienen – die Plastiken und Gebäude im Macherner Landschaftspark. Doch jetzt müssen die Freunde des gärtnerischen Kleinods mal wieder hilflos mit ansehen, wie ihre Bemühungen zunichte gemacht werden.

 Massive Schmierereien mussten an der Denkenden Muse, der Apollo-Statue sowie am Agnestempel und der Hygieia registriert werden. „Vermutlich übers Wochenende haben sich hier Unbekannte zu schaffen gemacht“, erzählt Steffen Funke vom Macherner Ordnungsamt. Muse und Apollo seien im Gesicht und Genitalbereich beschmiert worden. Auch die beiden anderen Bauwerke wurden mit Graffiti verunstaltet. „Die Gemeinde, die in den vergangen Jahren nicht unerhebliche Gelder in die Erneuerung der Plastiken gesteckt hat, wurde durch die Vorkommnisse hart getroffen“, so Funke. „Wir haben die Firma Macherner Grünprofi beauftragt, die genauen Schäden aufzunehmen.“ Es sei zu befürchten, dass die Schmierereien nicht mit ein paar Pinselstrichen zu tilgen sind. Das Rathaus gehe derzeit von einem Schaden von mindestens 3000 Euro aus. Die Muse war erst 2007 erneuert worden und blickte seitdem wieder nachdenklich von ihrem Sockel. Zwei Jahre vorher hatten Kraftprotze die lebensgroßen Statue vom Sockel gestoßen und dadurch komplett zerstört. Nun die neuerliche Attacke am Englischen Dreieck und rund um den Schwemmteich. „Wir haben Anzeige bei der Polizei erstattet“, so Bürgermeister Frank Lange. Auch die Allgemeinheit sei aufgerufen, der Zerstörungswut im Macherner Park entgegenzutreten. „Diese Dinge müssen in der Öffentlichkeit stärker geächtet werden“, fügt Funke hinzu . Der Förderverein Schloss und Landschaftsgarten zu Machern hatte bereits nach der Zerstörung des Käuzchenbades im vorigen September einen dringenden Appell an alle Macherner gerichtet, denen ihr touristisches Aushängeschild am Herzen liegt. „Wir bitten alle Bürger, sich gemeinsam mit uns zur Wehr zu setzen.“ Jeder Bürger könne sich im Rathaus oder bei der Polizei melden und Sachbeschädigungen und Randale anzeigen.

Simone Prenzel

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