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Grimma Mammobil parkt in Machern
Region Grimma Mammobil parkt in Machern
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05:00 25.02.2010
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Seit Oktober vorigen Jahres rollt der weiß-rosa Trailer durch die Region. „Vier Fahrzeuge gibt es insgesamt in Sachsen“, erläutert Ute Bayer, Fachärztin für Radiologie und zuständig für das Screening-Programm in der Region. Bis 26. März haben nun Frauen aus der Gemeinde Machern sowie aus Borsdorf die Gelegenheit, sich auf dem Parkplatz der Aral-Tankstelle wohnortnah untersuchen zu lassen. Auf Grund noch freier Kapazitäten können sich auch Bennewitzerinnen am Mammobil einfinden. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Durch einen hellen und freundlichen Empfangsbereich geht es in den Röntgen-Raum. „Von jeder Brust fertigen wir hier zwei Aufnahmen an“, erläutert Röntgenassistentin Anne-Kathrin Schindler. Die Daten werden digital an die Zentrale nach Leipzig übermittelt und dort von zwei Radiologen unabhängig voneinander ausgewertet. „Schon jetzt hat das Programm bewiesen, dass es wirkungsvoll zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs beitragen kann“, erläutert Ute Bayer. „Durch die Mammographie entdecken wir Befunde, die nicht zu tasten sind – weder von der Frau selbst noch vom Gynäkologen“, berichtet die 46-Jährige. Seit das Programm läuft, habe die Screening-Einheit Leipzig schon 60 000 Frauen untersucht. „Dabei wurden bis Ende 2009 480 Karzinome gefunden“, gibt die Medizinerin Auskunft. Gebe es einen auffälligen Befund, erhalten die Frauen spätestens nach sieben Werktagen Nachricht. „Dann sind weitere Untersuchungen notwendig, die in Leipzig erfolgen.“ In den meisten Fällen würde sich der Verdacht auf Brustkrebs in der Folge nicht bestätigen. Auch wenn die Röntgenaufnahmen keinen Anlass zur Sorge geben, erhalten die Klientinnen in jedem Fall Nachricht, betont Ute Bayer. Anspruch auf die Untersuchung haben Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren. „Sie können sich aller zwei Jahre einer Mammographie unterziehen, da in diesem Alter das Erkrankungsrisiko am höchsten ist. Die Untersuchung wird von der Kasse bezahlt.“ Die Bereitschaft, zur Mammographie zu gehen, liege in der Region bei 65 bis 70 Prozent. „Das ist ein sehr guter Wert, der zum Beispiel in den alten Bundesländern nicht annähernd erreicht wird.“ Hier spiele sicher noch die für ehemalige DDR-Bürger gewohnte Reihenuntersuchung eine Rolle. Aus Machern und Borsdorf erhielten übrigens rund 1500 Frauen eine Einladung ins Mammobil. „Am ersten Tag machten bereits 25 von dem Angebot Gebrauch“, berichtet Anne-Kathrin Schindler. Täglich seien bis zu 50 Untersuchungen möglich. Die Termine werden über eine zentrale Stelle in Chemnitz vergeben (0371/91850999). Mitzubringen haben die Frauen dann lediglich noch ihre Chipkarte.  

Simone Prenzel

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