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Grimma Manuel Drechsler ist neuer Pastor der Freikirche in Nerchau
Region Grimma Manuel Drechsler ist neuer Pastor der Freikirche in Nerchau
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10:32 25.11.2015
Wechsel in der Johannesgemeinde Nerchau: Mitte November wurde der 30-jährige Manuel Drechsler ins Amt eingeführt.   Quelle: Frank Schmidt
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Nerchau.

Die Johannesgemeinde der Evangelisch-Lutherischen Freikirche in Nerchau hat mit Manuel Drechsler einen neuen Pastor. Er ist bereits am 15. November mit einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt worden und löst damit Präses Martin Wilde ab, er folgt einer Berufung ins Pfarramt der Weitenhagener Kreuzgemeinde in Mecklenburg-Vorpommern.

Gebürtig im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz, genoss der heute 30-Jährige eine christliche Erziehung, über die er „sehr dankbar“ ist. Drechsler besuchte in seiner Heimat eine „ganz normale schulische Laufbahn“ und legte 2004 das Abitur ab. Schon bald darauf nahm er in Leipzig ein Theologiestudium auf, weilte dafür zwischendurch für ein Jahr in Amerika und machte 2012 das erste Examen. Dann begannen die Vikariatszeit, in denen er in die Praxisphase eintrat. Dem hatte sich das zweite theologische Examen als Pfarrer angeschlossen.

Seine Mission ist der Neuanfang

Seitdem fungiert Drechsler als Jugendpfarrer der gesamten Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK) und diente seinem Herrn hier und da, indem er in Gemeinden der ELFK aushalf. Erst mit der Amtseinführung in Nerchau, in die er von der Johannesgemeinde berufen wurde, hat er seine erste Gemeinde übernommen. Ganz fremd sind dem neuen Hirten seine etwa 70 Schäfchen in der Johannesgemeinde nicht. „Während meiner Zeit als Vikar bin ich für ein knappes halbes Jahr hier in Nerchau gewesen“, sagt der Geistliche. Nun für die nächsten Jahre hier, sieht der verheiratete Vater von Zwillingen in seiner Mission einen Neuanfang, den er mit seiner Gemeinde vollziehen möchte. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens, das für Drechsler eine klare Botschaft aussendet. „Unsere Welt ist krank. Und unsere Welt geht dem Ende zu“, lässt er aufhorchen.

Obgleich er auf einer Skala von null bis eintausend Kilometern nicht ad hoc zu sagen vermag, wo wir bereits angekommen sind. Doch für ihn sei es unstrittig, „dass das Ende ein Neuanfang wäre - Gottes neue Welt, der Himmel.“ Und: „Ich habe kürzlich in einer Predigt die Welt mit einem versalzenen Kuchen verglichen. Man kann ihn mit Zuckerguss, Schokolade oder Streuseln überziehen, aber das Salz würde man trotzdem herausschmecken.“

Unterwegs für die Gemeinschaft

Das von dem Geistlichen gezeichnete düstere Bild mag für den Moment irritieren, sei aber nur eine „realistisch-biblische Einschätzung“. Doch es widerspricht dem ersten Eindruck, den man von Manuel Drechsler als freundlichen und auch lebensbejahenden jungen Menschen gewinnt. „Die Welt und das eigene Leben so zu sehen, wie sie sind beziehungsweise Gott sie sieht, bedeutet doch nicht in diesem Leben nicht auch die schönen und angenehmen Dinge genießen zu können.“ Und dazu gehört für ihn die Gemeinschaft, in der man als Gemeinde unterwegs ist, „um sich gegenseitig zu helfen und beizustehen“, sagt der junge Pastor.

Nach seinen Stärken gefragt, erwähnt er den Umgang mit Menschen. Und weil Licht auch Schatten wirft, sieht er eine seiner Schwächen noch darin, sich selbst zu organisieren, sprich sich neben der Arbeit auch Freiräume zu schaffen.

Von Frank Schmidt

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