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Mariaburg ist jetzt einer der schönsten Plätze zum Wohnen in Grimma

Mariaburg ist jetzt einer der schönsten Plätze zum Wohnen in Grimma

Es ist vielleicht einer der schönsten Plätze zum Wohnen in Grimma: Die Mariaburg. An einer der höchsten Stellen der Colditzer Straße, dort wo der Colditzer Weg einmündet, thront sie über der Mulde.

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Die Mariaburg thront auf einem Felsen über der Mulde.

Quelle: Ralf Zweynert

Grimma. Tino Schmidt hat die lange leer stehende Ruine saniert. Die Verlegerfamilie Reclam hatte das Haus vor etwa 100 Jahren als Sommerresidenz auf dem Felsen über der Mulde errichten lassen, auf einem Keller, der schon mehrere hundert Jahre alt ist und möglicherweise als Weinkeller diente. In den 1980-er Jahren wurde das markante Gebäude saniert. „Kaputt saniert“, sagt Tino Schmidt. Damals verschwanden Erker und das ursprüngliche Dach, eine Etage wurde aufgestockt.Der 45-jährige Unternehmer aus Großsteinberg kaufte das Haus von den Reclam-Erben, nachdem er es vor etwa zweieinhalb Jahren eher zufällig entdeckt hatte. Die Familie machte damals einen Fahrradausflug nach Höfgen. Als es auf den Rückweg ging, erinnert sich Schmidt, hatte der damals fünfjährige Sohn keine Lust mehr zum Radeln. Also ließ sich die Familie mit dem Fahrgastschiff zurück nach Grimma bringen. Von dem aus sah Tino Schmidt die Mariaburg auf dem Felsen und sein Entschluss stand bald fest.Damals gehörte noch etwas Phantasie dazu, sich die seit mehr als zehn Jahren leer stehende Ruine mit bröckelnden Mauern und eingeschlagenen Türen und Fenstern als attraktives Wohnhaus vorzustellen. Doch das ist es allein schon wegen seiner exponierten Lage. Auf dem Felsen über einem weiten Muldebogen gelegen, kann man von hier aus weit in beide Richtungen den Fluss entlang schauen.Fünf Wohnungen hat Tino Schmidt in das Haus einbauen lassen. Die sind so exklusiv wie die Lage der Mariaburg. Zwischen 65 und 137 Quadratmeter groß, jede mit Balkon oder Terrasse, tragen die sogar Namen: Nimbschen, Kössern, Colditz und Grimma heißen sie und natürlich: Mariaburg: Letztere umfasst den ausgebauten Felsenkeller, der zum Wohnraum gehört und von dem es auf die Terrasse raus geht. Hier erledigen Handwerker derzeit die letzten Arbeiten. Zu haben ist die Wohnung freilich nicht mehr, wie überhaupt nur noch eine einzige frei ist, wie Schmidt sagt.Der hat nach eigenen Worten seit Ende 2008 etwa 300 000 Euro in die Sanierung der Mariaburg investiert und teilt die Einschätzung von einer der schönsten Wohnlagen in Grimma. „Wenn die Straße wegfällt, wird es die schönste“, sagt er lachend und deutet zur Colditzer Straße. Die soll bekanntlich in Nimbschen gekappt werden, wenn eines Tages der dritte Abschnitt der Grimmaer Umgehungsstraße fertig ist. Das dürfte dann eine weitere enorme Aufwertung für das Areal an der Colditzer Straße bedeuten. Dazu tragen auch schon die Neugestaltung des Parkes an der früheren Bärenburg und die Sanierung weiterer Villen bei.

André Neumann

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