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Grimma Markt in Grimma: Mietverhältnis zwischen Stadt und Genossenschaft
Region Grimma Markt in Grimma: Mietverhältnis zwischen Stadt und Genossenschaft
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05:00 01.07.2010
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. Für die wöchentlichen Markttage dienstags und donnerstags besteht nun ein Pachtverhältnis. „Der Markt in Grimma wurde mehr verwaltet statt gestaltet", wirft Marcel Gürnth als Koordinator in der sich neu formierten Genossenschaft „Grimmaer Leben Marketing" den Muldenstädter Stadtvätern vor. Doch das soll sich nun ändern.

„Damit soll die Kultur und Wirtschaft in der Stadt gefördert werden", formuliert Gürnth das klare Genossenschaftsziel. „Der Markt hat in den letzten Jahren immer mehr an Attraktivität verloren, was auch Auswirkungen auf den gesamten innerstädtischen Handel hatte." Dies erkannte auch die Stadt, wie sie es in der Beschlussvorlage für die öffentliche Stadtratssitzung unter Sach- und Rechtslage einleitend formulierte. Nämlich: „Es ist zwingend erforderlich, den Wochenmarkt zu beleben." Und: „Das Warenangebot und die Händlervielfalt hat in den zurückliegenden Jahren stark abgenommen."

Mit dem jüngsten Altstadtbummel sollte der Anfang gemacht werden, den Abwärtstrend zu stoppen. Dieser Shopping-Tag bis in die späten Abendstunden wurde von der Genossenschaft erstmals initiiert. Aber nicht erstmals überhaupt, denn so etwas gab es schon einmal mit mehr oder weniger Erfolg. „Das stimmt schon", räumt Gürnth ein, „aber wir haben nun zwei Vollzeitkräfte, die sich um alles kümmern können und müssen, was damit im Zusammenhang steht. Ein enormer Vorteil, wenn man bedenkt, dass diese wichtigen Aufgaben bisher eine Hand voll Händler eigentlich nur nebenher zu ihrem täglichen Geschäftsalltag erledigen konnten". Effizienz und Professionalität sind also die Zauberwörter, um „personelle und zeitliche Ressourcen", wie es Gürnth nennt, für ein „funktionierendes Netzwerk" zu nutzen. Die Innenstadt verfüge über das Potenzial, von einer lebendigen Gastronomie bis hin zum hochwertigen Warenangebot. Und letztlich hege man einen engen Kontakt zu Utz Leischnig, der seit zwei Jahren mit dem Weihnachtsmarkt in Grimma auf seine Marktkompetenzen aufmerksam gemacht habe.

Gürnths Worte machen deutlich, die Genossenschaft möchte weit über den „Wochenmarktrand" hinaus schauen. Wofür nun die vertraglichen Rahmenbedingungen geschaffen und beschlossen wurden. Demnach mietet die Genossenschaft die Fläche vor dem Rathaus für die Wochenmärkte, ohne aber ein Nutzungsentgelt dafür aufbringen zu müssen. Im Gegenzug ist festgeschrieben, aus den Markteinnahmen – beispielsweise den Standgebühren – das Stadtfest und den Weihnachtsmarkt zu organisieren, durchzuführen und zu finanzieren. Dann allerdings ohne die dafür bisher geflossenen städtischen Zuschüsse von jährlich insgesamt

15 000 Euro.

Frank Schmidt

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