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Grimma Mehr als eine Teddyklinik
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05:00 04.08.2010
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Gemeinsam mit zirka 24 anderen Langzeitarbeitslosen arbeitet sie bei der Toys Company in Grimma. Das Projekt ist eine Kooperation der zwischen der Dekra Akademie, die vom BGA Grimma gefördert wird.Der Name „Company" (engl. für Firma) ist dabei Programm. Genau wie in einem „echten" Unternehmen gibt es hier mehrere Abteilungen – von der Verwaltung über die Werkstatt hin zum Marketing und zur Werbung. In letzteren ist auch Uta Herbert beschäftigt. Momentan arbeitet sie an den Vorbereitungen für die offizielle Eröffnungsfeier am 13. August und vor allem daran, dass viele Leute von der „Spielzeugwerkstatt" erfahren. Der Nutzen davon ist zweierlei: Zum einen erhalten Langzeitarbeitslose wieder eine Perspektive, zum anderen werden die auf Vordermann gebrachten Spielsachen an Bedürftige oder soziale Einrichtungen weitergegeben. Wer einen entsprechenden Nachweis bringt, darf seinen Kindern eine Freude machen. In deckenhohen Regalen warten dann kleine Autos, Plüschtiere, Holzspielsachen und vieles mehr auf ein neues Zuhause. Die Verteilung erfolgt nach einem Punktesystem: Jedes Kind erhält eine Kundenkarte, auf der abgestempelt wird, wie viele Punkte schon verbraucht sind. Pro Monat dürfen das nicht mehr als zehn sein – dies entspricht etwa einem Tretroller oder einem höherwertigen Spielzeug. Auch Tauschen ist möglich. Dann gibt man einfach etwas ab und sucht sich etwas Neues dafür aus – ohne Punktabzug. Zum Geburtstag gibt es sogar fünf Punkte geschenkt. „Es ist toll, wenn die Kinder wieder freudestrahlend aus dem Laden herausgehen", sagt Uta Herbert. Das Spielzeug wird in verschiedenen Kisten, die unter anderem in Supermärkten aufgestellt werden, gesammelt. Auch über nicht gebrauchte Spielsachen, die im Haus 86 in der Südstraße 80, gleich neben dem BGA, abgegeben werden können, freut sich das Team. „In verschiedenen Bereichen werden die Sachen dann gewaschen und repariert. Auch eine kleine Holzwerkstatt, in der wir selbst Spielzeug herstellen, haben wir." Für die Beschäftigten sei vor allem die Rückkehr in einen geregelten Arbeitsalltag – montags bis freitags täglich fünf Stunden – eine Umstellung, so Sozialpädagogin Kristin Lindner. „Es gibt hier die gleichen Regeln wie in einem Unternehmen. Wer beispielsweise krank ist, muss sich auch entsprechend krankschreiben lassen und dies hier melden", so Kristin Lindner. Bei der Toys Company werden jedoch auch Zusatzqualifikationen erarbeitet. Neben Teamarbeit und sozialen Fähigkeiten seien dies Computerkenntnisse oder die Möglichkeit, einen Gabelstaplerschein zu machen. Auch Bewerbungstrainings gehören dazu. „Ziel ist es, dass jeder bald eine Anstellung findet", sagt Kristin Lindner.

i Sammelstellen für Spielzeug: BGA Grimma, Kita Regenbogen, Kita Schwanenteich, Kita Tausendfüßler, Norma Mutzschen, Kita Zwergenland Naunhof, Villa Kunterbunt Ammelshain, Ev. luth. Kirchengemeinde Grimma, Ev. Kirchengemeinde Elim, Jagdhaus Kössern, Kita Spatzennest Großbothen, Tagespflege Großbothen, Kita Muldenzwerge Sermuth, Kita Sonnenschein Otterwisch, Kita Am Schwanenteich Bad Lausick

Magdalena Fröhlich

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