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Grimma Mehrere Interessenten für Lindhardter Ex-Heim
Region Grimma Mehrere Interessenten für Lindhardter Ex-Heim
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14:29 19.05.2015

Genaue Angaben über die Zahl der potenziellen Investoren machte Ralph Rinner nicht, der im Rathaus der Messestadt für die Veräußerung zuständig ist. Nur soviel war ihm zu entlocken: "Manche Bewerber kommen aus der Region, andere von weiter her. Einige können damit leben, dass der Kindergarten im Haus bleibt, andere nicht." Kommunen würden sich aber untereinander helfen. Deshalb hoffe er, dass jemand den Zuschlag erhält, bei dem die Kindertagesstätte Funtasia nicht ausziehen muss. "Allerdings", räumte Rinner ein, "entscheide das nicht ich, sondern unser Ausschuss, der am 1. September tagt."

Naunhof, dem viel am Erhalt der Kindereinrichtung liegt, hat inzwischen, wie kurz berichtet, Nägel mit Köpfen gemacht. Nach dem Ortschaftsrat folgte auch der Stadtrat der Idee von Bürgermeister Volker Zocher (parteilos), der Kommune ein Vorkaufsrecht zu sichern. So besteht Handlungsspielraum, sollte Leipzig sich doch für einen Investor aussprechen, der sich gegen die Kita wendet. "Es könnte passieren, dass wir den Kindergarten binnen sechs Monaten schließen müssten, falls dies der Käufer will. Die Ausübung des Vorkaufsrechts wäre dann ein Schnäppchen im Vergleich mit dem Neubau einer Kita", begründete Zocher seinen Vorstoß.

Als Mindestpreis für die gesamte Immobilie, in der die Tagesstätte nur ein Fünftel einnimmt und der Rest leersteht, hatte Leipzig 362 000 Euro angegeben. Würde ein Investor mehr bieten, müsste Naunhof mithalten. Der Bürgermeister hält es aber für undenkbar, dass der Preis ins Unermessliche steigt. "Eine solide Immobilienfirma würde da nicht mitmachen", denkt er.

Das Vorkaufsrecht bedeutet nicht, dass Naunhof wirklich kauft. Sollte der Investor, der den Zuschlag erhält, die Kindertagesstätte akzeptieren, wäre das Thema vom Tisch. Allerdings meint der Abgeordnete Michael Schramm (CDU), "dass wir einen vernünftigen Träger finden sollten." Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Mulde/Collm, die die Einrichtung betreibt, hatte für den Fall, dass Leipzig das Haus verkauft, zugesichert, den Erbbaupachtvertrag zu lösen, der die Existenz der Kita bisher zu einem erheblichen Anteil mit sichert. Zocher erfuhr davon rein zufällig und reagierte verärgert. "Die Awo hat hier grob fahrlässig gehandelt, sie hätte mich sofort informieren müssen", sagte er damals. Ein von der Awo ins Spiel gebrachter Ersatzstandort für die Kita sei inakzeptabel. Dabei hätte es sich, so Zocher, um die ehemalige Lindhardter Kaserne gehandelt, die für eine solche Nutzung weder von der Stadt noch vom Landkreis freigegeben wäre.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2014
Pfeifer, Frank

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