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Grimma Michelle Voigt aus Bad Lausick gewinnt Vorlesewettbewerb in Naunhof
Region Grimma Michelle Voigt aus Bad Lausick gewinnt Vorlesewettbewerb in Naunhof
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13:00 31.01.2016
Leselust statt Lesefrust: Lou Hagen Krahmer vom Freien Gymnasium Zwenkau (l.), Hardy Leuschner vom Freien Gymnasium Naunhof und Linda Lorenz von der Frohburger Oberschule gehörten zu jenen 22 Wettbewerbsteilnehmern, die am Sonnabend um die Lesekrone des Landkreises stritten. Quelle: Roger Dietze
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Naunhof

„Magie lesen“ – unter diesem doppeldeutigen Motto stand der diesjährige Kreisausscheid des Landkreises Leipzig im Rahmen des Vorlesewettbewerbes des Deutschen Buchhandels. Am Sonnabend ging er traditionell im Naunhofer Bürgersaal über die Bühne ging, Gastgeber war die Stadtbibliothek.

Magier Stefan Gärtner saß nicht nur in der Jury, sondern zeigte auch seine Fingerfertigkeit. Quelle: Roger Dietze

22 Schülerinnen und Schüler aus Oberschulen und Gymnasien zwischen Röcknitz und Kohren-Sahlis stellten sich mit ihrer Leseleistung den strengen Ohren einer achtköpfigen Jury. Dieser gehörten bekannte Namen wie der des Ammelshainer Verlegers und Autors Tino Hemmann, des Verlagsproducers Hartmut Nürnberger und der langjährigen Geschäftsführerin des Buchverlages für die Frau, Christina Winkelmann, an. Sie wartete aber auch mit einem neuen Gesicht auf, dem des Leipziger Magiers Stefan Gärtner, der zudem einige Kostproben seines Könnens unter Beweis stellte.

„Weil wir um das Lampenfieber unserer Wettbewerbsteilnehmer wissen, an die wir in den vergangenen Jahren unsere Lampenfieber-Tüten verteilt haben, wollten wir die Veranstaltung in diesem Jahr mit Stefan Gärtners Zauberstücken ein wenig auflockern“, so Stadtbibliotheks-Leiterin und Wettbewerbs-Organisatorin Stefanie Teichmann. Wobei das neue Jury-Mitglied einschränkend ergänzte, dass Lampenfieber durchaus wichtig sei, um die jeweiligen Aufgaben aufmerksam und gewissenhaft erfüllen zu können.

Was am Sonnabendvormittag auch auf die Mitglieder der Vorlese-Jury zutraf, die nach einem kleinen Vorlesemarathon Michelle Voigt von der Oberschule Bad Lausick zur neuen Vorlesekönigin des Landkreises kürten. „Es war einmal mehr eine enge Sache, wobei es in diesem Jahr keinen Ausreißer nach oben, dafür aber acht Teilnehmer gab, die für den Sieg in die engere Auswahl gezogen wurden“, so Tino Hemmann.

Womit der Ammelshainer Verleger mit dieser seiner Aussage indirekt auf seine Jury-Kollegin Maria Krell anspielte, die im vergangenen Jahr nicht nur ziemlich deutlich den Kreisausscheid gewinnen, sondern sich darüber hinaus via Regional- und Sachsen-Ausscheid bis ins deutschlandweite Finale zu lesen vermochte. „Maria ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Lesen auf Krampf und mit Zwang nicht funktioniert, sondern dass es mit Lust betrieben werden muss“, so Stefanie Teichmann. Worte, die die Colditzer Leseratte bestätigte. „Meine Empfehlung ist, ein langweiliges Buch lieber wegzulegen, um nicht Gefahr zu laufen, die Lust am Lesen zu verlieren, und sich stattdessen ein anderes Buch zu suchen“, so die Siebtklässlerin des Grimmaer St. Augustin-Gymnasiums.

Zum Vorlesewettbewerb gehört immer eine kulturelles Rahmenprogramm. Hier Maren und Janne von der Musikschule Fröhlich Quelle: Roger Dietze

Apropos Gymnasium: Die Richtigkeit der 2014 vom veranstaltenden Börsenverein getroffenen Entscheidung, die Sonderwertung für Oberschüler und Gymnasiasten aus dem Programm zu nehmen, sieht Stefanie Teichmann nicht erst mit dem diesjährigen Kreisausscheid und dem Sieg einer Oberschülerin bestätigt. „Das Leseniveau in beiden Schularten hat sich nahezu angeglichen“, so die Chefin der Stadtbibliothek. Gering ausgeprägt seien mittlerweile ebenso die Unterschiede in den Leseleistungen zwischen den Geschlechtern. „Die Zahl an lesenden Jungs hat in unserer Bibliothek deutlich zugenommen, und nach dem letztjährigen Buchsommer haben wir einen regelrechten Schub registrieren können“, so Teichmann.

Von Roger Dietze

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