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Grimma Mieter in City-Wohnhaus haben seit einem Monat kein Gas
Region Grimma Mieter in City-Wohnhaus haben seit einem Monat kein Gas
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10:16 05.05.2010
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Grimma

Von den vorher sechs Mietparteien sind es gerade mal drei, die noch geblieben und nicht ausgezogen sind.

"Es war schon einmal im vergangenen Dezember", erzählt Sandra Kötz, die mit ihren beiden Kindern erst seit September vorigen Jahres im Haus wohnt. "Der Gasversorger hatte uns Mieter im November angeschrieben, dass die Rechnung durch den Hausbesitzer nicht bezahlt wurde und nun wohl das Gas abgestellt werde." Für drei Tage saßen die Familien dann Anfang Dezember wirklich im Kalten.

Nach der kurzen Schock-Phase konnten sie wieder heizen und baden. Dann, im März, ein erneutes Schreiben mit dem Hinweis, dass bei Nichtbezahlung das Gas abgestellt werde. Das wurde dann wochenlange kalte Wirklichkeit, vom 6. April an bis heute. Der Vermieter hätte zwar damals gleich eine Mieterversammlung einberufen und Erklärungen abgegeben, dass die Heizkessel nicht mehr in Ordnung seien und deshalb so viel Gas verbrauchten und dass er alles schnell in Ordnung bringen, zumindest bald für warmes Wasser sorgen würde. Doch bei den Versprechungen sei es dann auch geblieben, sagt Sandra Kötz, bisher wäre nichts geschehen. Die vermehrten Stromkosten für die Elektroheizkörper, die ja im April noch dringend nötig waren, und für das Erwärmen von Waschwasser gingen natürlich auf Rechnung des Vermieters, sagt die junge Frau.

Der Hausbesitzer, Roland Wetzel, weiß von den Sorgen der Familien in seinem Grundstück und kann sie nachvollziehen.

Im vergangenen Jahr, so sagt er, habe er an den Gasversorger eine sehr hohe Summe nachzahlen müssen, mit der er nicht gerechnet hätte. Die Folge sei eine enorme Erhöhung der monatlichen Abschläge gewesen. "Ich kann aber nicht das viele Geld auf die Miete umlegen, das wäre nicht fair." Bei Wetzel, der vor zwei Jahren mit seiner Restaurierungsfirma in Insolvenz ging, steckt das Geld nicht gerade locker in der Tasche. Den hohen Gasverbrauch führen er und Fachleute auf die mittlerweile verschlissenen alten Heizkessel zurück. "Die Heizungsanlage muss dringend erneuert werden; wenn ich die jetzige lasse, zahlen sich die Mieter nächstes Jahr tot", weiß Roland Wetzel. "Doch solch eine Investition kann ich nicht mit Taschengeld finanzieren." - Bis es so weit ist, verspricht der Vermieter, werde er zunächst einen Boiler mit Elektrosonde für die Warmwassergewinnung einbauen lassen.

Sylke Hoffmann

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