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Grimma Ministerin hält Laudatio für Angelika Sallat
Region Grimma Ministerin hält Laudatio für Angelika Sallat
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06:00 09.06.2018
Die Grimmaerin Angelika Sallat wurde für ihr soziales Engagement mit dem Titel „Botschafter der Wärme“ ausgezeichnet. Quelle: Frank Prenzel
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Grimma

Angelika Sallat stand für ihr aufopferungsvolles soziales Engagement nicht nur einmal im Rampenlicht. Sie erhielt den Ehrenamtspreis ihrer Heimatstadt und des Landkreises Leipzig, für das Mehrgenerationenhaus Grimma nahm sie eine Sonderehrung des Deutschen Engagementpreises entgegen. Nun schmückt eine weitere Würdigung die Wand der 70-Jährigen: „Botschafter der Wärme“. Die Laudatio für die Grimmaerin hielt bei der Auszeichnung in der Dresdner Staatskanzlei keine geringere als Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU).

Botschafter der menschlichen Wärme

Es müsste wohl besser „Botschafter der menschlichen Wärme“ heißen. Denn Angelika Sallat kümmert sich in Grimma um Leute, die Hilfe brauchen, sorgt sich unermüdlich um feinfühlige Zwischenmenschlichkeit. Bescheiden wie sie ist, ist es ihr gar nicht so recht, für ihre Tätigkeit im Mittelpunkt zu stehen. Doch sie hat es verdient, wie auch ihre Wegbegleiterin Steffi Selzer, die Chefin des Mehrgenerationenhauses in der Alten Feuerwehr, bestätigt:. „Sie rennt für soziale Belange von Früh bis Spät.“ Viel wichtiger als die Aufmerksamkeit ist Angelika Sallat denn auch die mit der Auszeichnung verbundene finanzielle Unterstützung von 5000 Euro, die sie nun in ihr Vereinsprojekt im Punkthochhaus 9 stecken kann.

Würdigung als Vereinsvorsitzende Mehrgenerationswohnen PH 9

Das „Verbundnetz der Wärme“ – ein soziales Netzwerk – hat in Dresden insgesamt sechs Botschafter des Jahres 2018 ernannt. Sie sind „im besonderen Maße Vorbilder für gesellschaftliches Engagement und sollen weitere Menschen dazu animieren“, heißt es in einer Mitteilung. Klepsch erinnerte in ihrer Laudatio, wie Angelika Sallat den Verein Mehrgenerationswohnen PH 9 ins Leben rief und als dessen Vorsitzende Jung und Alt zusammenbringt, Treff- und Anlaufpunkte für interkulturellen Austausch und gegenseitige Hilfe schafft, Angebote und Veranstaltungen entwickelt. Die Ministerin lobte auch Sallats Wirken im Mehrgenerationenhaus am Nicolaiplatz. Dort sei sie ein „wichtiger Motor“ und habe es geschafft, dass hier Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Nationen regelmäßig zusammen kommen und füreinander da sind.

Auszeichnung als Auftrag

Die Auszeichnung versteht Angelika Sallat denn auch eher als Auftrag für sich. „Botschafter sein heißt ja, etwas weiter zu tragen“, bekräftigt die 70-Jährige, die 19 Jahre als Ingenieurpädagoge im Chemieanlagenbau tätig war und nach der Wende zur Stadtverwaltung wechselte. Mit dem 108 Wohnungen zählenden Hochhaus im Grimmaer Süden hatte sie zunächst beruflich zu tun und führte die moderne Nachbarschaftshilfe schließlich im Ehrenamt weiter. Als Vereinschefin koordiniert sie die alltäglichen Hilfen und Begegnungen.

Viele Ideen fürs Geld

Noch weiß Angelika Sallat nicht, wie sie den Geldregen einsetzt. Doch der Topf wird wohl schnell wieder leer sein, so viele Ideen wirbeln in ihrem Kopf durcheinander. Der Mehrgenerationengarten des PH 9 brauche die ein und andere Verbesserung, die von Vandalen zerstörte Sitzecke am Haus müsse erneuert werden, bei der Technik gebe es Bedarf, „und auch die Alte Feuerwehr soll ein Stück profitieren“. Auch die Hilfstransporte nach Polen liegen ihr am Herzen. Die Grimmaern überlegt, wie sie dem dortigen Caritasverband, dem der Laster ausfällt, unter die Arme greifen kann.

Auszeichnung fürs Team

Und noch eins ist Angelika Sallat wichtig. Sie versteht den Botschafter-Titel als Auszeichnung für ihr gesamte Team. „Man braucht Menschen an der Seite, Leute die mitkämpfen“, bekräftigt die 70-Jährige. Das Motto „Gemeinsam statt einsam“, das sie im Punkthochhaus tagtäglich verwirklichen möchte, gilt insofern auch für ihre ehrenamtliche Arbeit.

Von Frank Prenzel

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