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Mit „Hänsel und Gretel Mobil“ in Grimmaer Ostwald-Schule zu Gast

Leipziger Oper und Gewandhaus Mit „Hänsel und Gretel Mobil“ in Grimmaer Ostwald-Schule zu Gast

Premiere in Grimma: Die Oper Leipzig und das Gewandhaus starten das Projekt „Hänsel und Gretel Mobil“ mit Erfolg in Grimma. 170 Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klassen der Grundschule Wilhelm-Ostwald folgen gespannt dem Opernmärchen in der Turnhalle in Grimma

Gewandhausorchester: Johanna (Sandra Maxheimer) und Greta (Jenifer Porto) staunen über die Instrumente. Die Dirigentin Giedré Slekyte erläutert wie ein Orchester spielt.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Leipzig.. Wer kennt es nicht, das Märchen der Gebrüder Grimm „Hänsel und Gretel“. Doch noch nicht alle Kinder konnten die gleichnamige Oper von Engelbert Humperdinck in Leipzig erleben. Damit auch die Kinder auf dem Lande in den Genuss von Oper kommen, entstand das Projekt „Hänsel und Gretel mobil“.

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170 Kinder hatten viel Spaß bei „Hänsel und Gretel Mobil“ in der Turnhalle der Grundschule Wilhelm-Ostwald in Grimma. Das Opernhaus Leipzig ist zur Zeit mit dem Gewandhaus auf Tour in mitteldeutschen Schulen, um den Opernklassiker zu zeigen. Insgesamt wird das Stück fünfmal aufgeführt.

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In dieser Woche fand die Premiere in der Grimmaer Wilhelm-Ostwald-Schule statt. „Wir sind eine von fünf Schulen in Sachsen, die diese Ausschreibung gewonnen haben“, sagt die Schulleiterin Steffi Schröter. Auch die Referentin der Bildungsagentur, Ines Voltz, freut sich, dass die Schule den Zuschlag erhalten hat: „Es ist ein tolles kulturelles Projekt, dass den Unterrichtstoff ergänzt.“

Schüler durften beim Aufbau der Bühne helfen

Die Schulamtsleiterin der Stadt Grimma, Jana Kutscher, hofft, dass im nächsten Jahr eine weitere Schule in den Genuss derartiger Projekte kommt. „Engelbert Humperdincks Opernklassiker wurde auf eine gute Stunde eingekürzt. Mit allen musikalischen Höhepunkten und bereinigt von sinfonisch üppigen Szenen, bei denen junge Zuschauer die Lust am Zuhören verlieren“, erzählt die Regisseurin Gundula Nowack. Gespart wurde beim Aufritt in Grimma auch nicht an opernhauseigener Prominenz.

Selbst das Gewandhausorchester reiste unter Leitung der Dirigentin Giedré Slekyte an. Einige Schüler der vierten Klasse durften beim Aufbau der Bühne und Kulissen helfen. So lernen die Kinder gleich verstehen, wie Windmaschine oder Donnerblech funktionieren. Mucksmäuschenstill saßen die 170 Kinder der Grundschule in der Turnhalle. Sie waren gespannt auf die Darbietungen, die ihnen die Musiktheaterpädagogin der Oper Leipzig, Heidi Zippel, anschaulich in einer Unterrichtsstunde erläutert hatte.

Mit viel pädagogischem Geschick

Johanna (Sandra Maxheimer) und Greta (Jennifer Porto) staunten zu Beginn der Märchenoper über die Instrumente des Gewandhausorchesters, die mit viel pädagogischen Geschick, die 24-jährige Dirigentin aus Litauen erläuterte. Dann begann es: Johanna wird Hänsel, Greta zu Gretel – Selfie – und schon erklingen Melodien, die zu Volksliedern geworden sind wie Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh oder Brüderchen, komm tanz mit mir. Und die Grimmaer erfahren, dass Hänsel und Gretel die Kinder eines Besenbinders sind. Als die Mutter nach Hause kommt, schickt sie die beiden in den Wald, um Beeren zu pflücken. Im Wald verirren sie sich. Sogleich entdeckt Hänsel ein Knusperhäuschen. Der Hunger überkommt die Kinder, und sie brechen Lebkuchen vom Dach des Hauses ab.

Schon kommt in goldener Ball-Prunkrobe die Hexe (Keith Boldt) ins Spiel. Sie wechselt ihr Outfit und bannt die Kinder und hält sie fest. Als Gretel in den Backofen soll, gelingt es den Besenbinderkindern mit einer List, die Hexe selbst hineinzustoßen. Dabei gibt es Applaus. Sofort sind die von der Hexe verzauberten Kinder frei, und es gibt ein freudiges Wiedersehen mit der Mutter (Karin Lovelius) und dem Vater (Jürgen Kurth).

„Mir hat die Hexe gefallen“

„Mir hat die Hexe gefallen“, sagte die achtjährige Pia nach der Veranstaltung. Ali (9) gefiel dagegen die Szene als Hänsel statt seiner Finger, ein Stöckchen der Hexe zeigte. Begeistert war auch der Stellvertretende Gemeindewehrleiter Horst Weigelt, der mit Kameraden aus Grimma dafür sorgte, dass brandschutztechnisch nichts passierte.

„Ich hätte nicht gedacht, dass man eine solch schwere Oper wie Hänsel und Gretel so kindgemäß vermitteln kann“, pflichtet ihm Steffen Preuß von der FFw Grimma bei. Glücklich war auch die Pädagogin Jana Fischer, die für die Schulportal-Anmeldung gesorgt und die Oper Leipzig nach Grimma geholt hatte.

Von Cornelia Braun

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