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Mit Kilt und Kegel - die Schotten entern den Schlosspark Trebsen

Mit Kilt und Kegel - die Schotten entern den Schlosspark Trebsen

Dieses Jahr mit von der Partie ist auch der fünfköpfige Clan 'Warlords' um den Verkäufer und B-Heavy Sebastian Hennig (34). Die Mitglieder stammen aus der Region, trainieren auf dem Sportplatz in Eicha bei Naunhof, und haben den Heimvorteil.

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Wollen ihren Heimvorteil nutzen: die Warlords aus dem Muldental.

Quelle: Privat

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Die Spiele sind schottischen Wettkämpfen nachempfunden. Zur Zeit der keltischen Könige dienten sie dazu, zum Schutz des Königreichs die stärksten und schnellsten Männer ausfindig zu machen. Heute müssen die berockten Einzelkämpfer und Mannschaften ihre Körperkraft in skurrilen Disziplinen wie Baumstammwerfen, Steinkugelheben oder Whiskyfassrollen unter Beweis stellen. Dabei messen sie sich mit anderen Teams und Sportlern. Erst im Juli machten die Warlords in Klosterbuch den ersten Platz. In Trebsen wollen sie diesen Erfolg in der Mannschaftswertung und im Einzelwettkampf wiederholen. Ein schwere Aufgabe - zählen die Trebsener Games doch für viele Wettkämpfer zu der Finalveranstaltung der Saison, die auch international erfahrene Wettkämpfer anzieht. Doch wie wird man eigentlich Highland-Kämpfer?

Hennig: "Den Clan gibt es seit 15 Jahren. Ich bin seit 2011 über meinen Bruder dazugestoßen. Er sah den Clan auf dem Sportplatz trainieren. Die haben Steine da geworfen. Das wollte er dann auch probieren." Seither ist Hennig mit von der Partie und samt der Gruppe dem Sportverein Aktivsport Saxonia angeschlossen. Der waffenlose Kampf, der sportliche Wettstreit, gefällt dem Mittelalterfan, der sich immer schon für das Ritterwesen interessierte und einen Sport suchte, für den er sich begeistert. Über den Clan entdeckte er die schottische Kultur für sich, die er nun mit Whiskytrinken, Dudelsackmusik im Auto und dem Highlandkampf tief verinnerlicht hat.

Im Sommer trainiert er mindestens zwei Tage die Woche Bewegungsabläufe und besonders den Gewichtweit- und Hammerwurf. Im Winter geht es in den Kraftraum. "Bis man jedoch mit der Konkurrenz in Trebsen mithalten kann, braucht es Zeit", weiß der kräftige Hüne. Obwohl er bereits nach vier Monaten Training an Wettkämpfen in Sachsen teilnahm, brauchte er rund zwei Jahre Wettkampferfahrung. Heute nimmt er an 10 Veranstaltungen das Jahr über teil und konzentriert sich verstärkt auf den Einzelwettkampf. Der Grund: "Um als Mannschaft etwas reißen zu können, braucht man dauerhaft fünf fitte Mitglieder. Doch oft spielen Rücken und Knie nicht mit. Fällt einer mal aus, geht die ganze Mannschaft nicht an den Start. Ich kann dennoch als Einzelkämpfer an dem Event teilnehmen." Das Einzel sei außerdem klassisch schottisch, der Mannschaftswettbewerb hingegen eine rein deutsche Erfindung. Dieses Jahr nimmt der B-Heavy aber an beidem teil - dem Mannschafts- und Einzelwettkampf. Sein vierjähriger Sohn Jonas eifert ihm bereits nach. In Trebsen will der Lütte es auf den parallel laufenden Kinder-Highland Games mit dem Baumstammwerfen zum ersten Mal probieren - natürlich mit kleineren Baumstämmen. Hennigs Ziel für Trebsen: Jede Menge Spass haben und viel Whisky trinken. Auf lange Sicht: A-Heavy, aber nicht in erster Linie, um das Preisgeld zu kassieren, sondern um seine Leistungen zu steigen. Kurz vor dem Event trainiert er nicht mehr, um seine Kräfte zu schonen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.09.2015

OLIVER BECKER

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