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Mit Ritterturnier und Handwerkermarkt versinkt Trebsen im Mittelalter

Festspiele Mit Ritterturnier und Handwerkermarkt versinkt Trebsen im Mittelalter

Zum fünften Mal öffnen sich über Pfingsten in Trebsen die Schlosstore für ein mittelalterliches Spektakel. An drei Tagen führen edle Ritter im Hohen Gestech ihre Schwerter und Lanzen, messen verwegene Haudegen mit haarscharfen Kämpfen ihre Kräfte in wilden Heerlagern. Kurzum: Trebsen versinkt im tiefen Mittelalter.

Pfingsten wird es heiß hergehen: Mit den Ritterspielen in Schloss und Park macht Trebsen eine Zeitreise zurück ins Mittelalter.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Zum fünften Mal öffnen sich über Pfingsten in Trebsen die Schlosstore für ein mittelalterliches Spektakel. An drei Tagen führen edle Ritter im Hohen Gestech ihre Schwerter und Lanzen, messen verwegene Haudegen mit haarscharfen Kämpfen ihre Kräfte in wilden Heerlagern, zeigen sich hübsche Burgfräuleins in historischen Gewändern, bieten Kauf- und Fahrensleute handgefertigte „Waren zum guten Gebrauche“ feil, treiben Gaukler und Hexen ihr Unwesen und führen Scharlatane und Komödianten das „Gaudium der Speilleute“ an. Kurzum: Schloss und Park Trebsen versinken im tiefen Mittelalter.

Doch Heureka Zunftmärkte und Heureka Gastro, die als Veranstalter mit dem Ritterfest dieses Jahr auch ihr 25-jähriges Firmenjubiläum feiern, lassen es am Zeitgeist nicht fehlen und locken zudem mit einem opulenten Kulturprogramm. „Man darf das ruhig vergleichen mit anderen Ritterfesten, denn wir bieten ein hochwertiges und exorbitantes Kunst- und Kulturprogramm an, das auf zwei Bühnen stattfindet sowie im Schlossinnenhof und rund um das Schloss“, klopft sich Marktmeister Heiko Guter als Cheforganisator auf die Brust. Und so kündigt er unter anderem das Gauklerduo „Basseltan“ und die Feuershow „Venerius Motus“ an, aber auch die „Scharlatane“, die Haus- und Hofkapelle „In Validus“, die Schmierenkomödianten „Rokus Kokus“ sowie das Gesangduo „Pampatus“. Absolutes Highlight sei die Band „Tanzwut“, die heuer sogar an allen drei Tagen für Stimmung sorgen wird. „Das ist es uns im Jubiläumsjahr wert, denn mit dem Frontmann der Band, Mike Paulenz, alias Teufel, verbinden uns jahrelange persönliche Bekanntschaften, die unsere Szene von Beginn an mit geprägt haben“, sagt Guter.

Das Ritterspektakel wird von fünf Säulen getragen. Da ist einmal das Ritterturnier in einer Arena, die nach Angaben der Veranstalter europaweit in ihrer Art einzigartig ist und bis zu 2500 Zuschauern Platz bietet. Zweitens gibt es authentische Ritterlager und Marketender. Eine Szenerie, die dank der optimalen Parkanlage von einem bestimmten Klientel richtig gelebt wird. „Natürlich ist da auch etwas Romantik dabei, aber so bekommen die Besucher beeindruckende Einblicke in das mittelalterliche Alltagsleben“, macht Guter darauf neugierig. Drittens spielt der mittelalterliche Handwerkermarkt eine gewichtige Rolle, denn, so Guter weiter, „hier haben wir die klassische Wertschöpfung. Alles, was die Handwerker zu Markte tragen, ist auch von ihnen selbst hergestellt worden, darauf legen wir bei der Händlerauswahl ganz großen Wert.“

Um die vierte Säule dreht sich alles, was mit der erwähnten Kultur zu tun hat, um den Besuchern anspruchsvolles Amüsement zu bieten. „Unsere Künstler erzählen keine uralten Geschichten, sondern reflektieren den Zeitgeist. Stichwort Narrenspiel. Jedem Narren wird zugestanden, dem Publikum oder auch der anwesenden Obrigkeit mit Witz und Humor den Spiegel vorzuhalten. Und das ist vollendete Kunst, denn es darf nicht unter die Gürtellinie gehen“, klärt Guter auf.

Last but not least wird auch die Gastronomie authentisch sein. Und dafür vertraut man auf regionale Produkte, vom Nerchauer Bio-Bier bis hin zum Deftigen für Grill und Pfanne aus ökologischem Anbau in Thallwitz. „Auch eine Art der Wertschöpfung, weil das hier ausgegebene Geld in der Region bleibt“, weitet Guter den Blick dafür. Die Rede wert sei auch, dass die Besucher hier und da in der Schlosskulisse Bauzäune akzeptieren müssen, weil noch aufwendige Arbeiten zur Sanierung der Schlossmauern laufen.

Von Frank Schmidt

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