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Mit Taten statt Worten will das Projekt Colditz 2.0 die Stadt beliebter machen

Einfach loslegen Mit Taten statt Worten will das Projekt Colditz 2.0 die Stadt beliebter machen

Colditz soll attraktiver werden – als Wohnort, als Standort für Unternehmen und für Touristen. Dieses Ziel verfolgt das Projekt Colditz 2.0, dass jetzt statt Worten Taten sprechen lassen will.

Colditz soll attraktiver werden – das Projekt Colditz 2.0 soll es möglich machen.

Quelle: Nathalie Helene Rippich

Colditz. „Nicht so viel reden, sondern einfach machen“, sagt Angélique Hoppe und schlägt einen dicken schwarzen Ordner auf. Darin sammelt die Ansprechpartnerin für Colditz 2.0 sämtliche Informationen zum Projekt. Die Stadt soll attraktiver werden – als Wohnort, als Standort für Unternehmen und für Touristen. Doch wie stellt man das am besten an?

„Um Ideen für unser Vorhaben zu sammeln, haben wir im Frühjahr eine Umfrage gestartet, bei der die Einwohner Vorschläge einbringen konnten“, erklärt Hoppe. 43 Personen haben sich beteiligt. „Ich finde, das ist bei fast 9000 Einwohnern nicht besonders viel. Aber andere sagen, es ist in heutigen Zeiten gar keine schlechte Quote“, seufzt die junge Frau, die seit vergangenem Jahr im Rathaus arbeitet. Ungeachtet der geringen Teilnehmerzahl kamen doch viele interessante Vorschläge zusammen. So wurde der Wunsch nach einer Eisbahn laut, eine andere Idee ist die Eröffnung eines Kletterwaldes in Colditz. „Aber es wurde auch auf Probleme hingewiesen, zum Beispiel stören sich viele an Hundekot, der in den Straßen liegt“, so Hoppe.

Sie und ihre Mitstreiter haben sich in den letzten Monaten intensiv mit den Vorschlägen auseinandergesetzt. „Wir haben geguckt, was geht und wo etwas Sinn machen würde. Wir haben uns jede Idee angesehen und wirklich darüber nachgedacht“, versichert sie. Das sei ihr wichtig, weil sie den Colditzern beweisen will, dass Colditz 2.0 mehr ist als nur Gerede, dass das Projekt ein klares Ziel verfolgt und dafür die Ärmel hochgekrempelt werden.

Das Zwischenergebnis lässt sich durchaus sehen. „Ab dem Sommer wird es Hundetoiletten geben. Außerdem planen wir eine spannende Fotoausstellung, die Colditz auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannter machen soll“, freut sich Hoppe. Auch um Ausstellungen zu ermöglichen würden gemeinsam mit anderen Bilderrahmen bestellt, um Exponate für Colditz ausleihen zu können. „Wenn wir hier etwas zeigen wollen, müssen die Gegebenheiten stimmen“, begründet sie die Investition. Im Haushaltsplan der Stadt stehen 30 000 Euro für die Wirtschaftsförderung zur Verfügung, in ihrem Rahmen bewegt sich das Projekt, versteht sich als Sammelpool für sämtliche Bestrebungen in dieser Richtung. So werden im Laufe des Sommers auch zwei Imagefilme erstellt – die Ausschreibung für sich entschieden hat passenderweise ein Colditzer. Er soll die Stadt einmal aus wirtschaftlicher Sicht vorstellen und einmal auf Land und Leute eingehen. Bereits umgesetzt wurde die Idee eine Jobbörse einzurichten, in der Unternehmen der Stadt vakante Stellen ausschreiben können. „Unser IT-Experte Marcel Kießig hat so ein Portal auf unserer Internetseite schon am nächsten Tag freigeschaltet“, sagt Hoppe nicht ohne Stolz. Kießig ist neben Hoppe die zweite treibende Kraft des Projekts. Aktuell arbeitet er an der Erstellung eines Gastroflyers, in dem alle Restaurants, Bars und Imbisse der Stadt und ihrer Ortsteile vorgestellt werden.

Nicht alle Ideen ließen sich umsetzen, so Hoppe. „Eine Eisbahn ist zum Beispiel extrem teuer. Das ist kaum zu stemmen.“ Dennoch sei die Idee noch nicht ganz ad acta gelegt. „Ein Gastronom will das noch mal genau prüfen.“ Auch die Idee mit dem Kletterwald ist zwar eine sehr gute, stößt in der Realität aber auf Herausforderungen. „Schlossgarten und Tiergarten würden sich als Ort anbieten. Die gehören aber nicht der Stadt und der Freistaat verlangt sehr hohe Gebühren für die Nutzung“, berichtet die junge Frau. Dennoch habe man auch diese Idee noch nicht aufgegeben. „Wir fragen noch mal nach, was genau es für Möglichkeiten gibt“, gibt sie sich kampfeslustig.

Von Nathalie Helene Rippich

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