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Grimma Mit allen Sinnen Grimma erkundet
Region Grimma Mit allen Sinnen Grimma erkundet
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05:00 14.01.2013
Stadtführung: Mit der schrägen Kochmütze führt Frank Ziegra die zahlreichen Teilnehmer durch Grimma. Es gab viel zu sehen, Neues zu erfahren und vor allem viel zu schmecken. Alle probierten Produkte aus der Region. Quelle: Viktoria Kippka
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Grimma

Es gab viel zu sehen, viel Neues zu erfahren und vor allem viel zu schmecken. Alle probierten Produkte stammten aus der Region und zeigten einmal die regionale Vielfältigkeit auf.

Treffpunkt war wie immer der Eva- Brunnen am Markt. Mit verschobener Kochmütze nahm Frank Ziegra seine Besucher in Empfang. „Die Mütze sitzt bewusst so auf meinem Kopf. So schräg aufgesetzt, bedeutet es Koch außer Dienst", meinte er. Pünktlich mit dem Glockenschlag ging es zum Weinkörbchen. Hier gab es für jeden erst einmal einen Augustinertropfen. „Der ist gut zum Aufwärmen", schmunzelte Wolfgang Heilemann. Er ist der Besitzer des Weinkörbchens.

Dann ging es am Rathaus vorbei. Dabei erzählte Ziegra unter anderem etwas über die Trinkerstube, die früher im Rathaus nach getaner Arbeit für einen kleinen Umtrunk genutzt wurde. Neben vielen historischen Erzählungen klärte Ziegra die Gruppe auch über zahlreiche Sprichwörter und deren Ursprünge auf. So wurde das gebogene Gebälk des Rathauses von ihm mit dem Spruch „Hier ham‘se drinne so gelogen, das sich hier draußen die Balken bogen" belegt.

Nach dem kleinen Zwischenstopp, führte Ziegra die Besucher zur Bäckerei Wolf. Hier gab es für alle eine Tasse Kaffee und Kuchen. Vorbei an den Gedenksteinen vor einem ehemals jüdischen Geschäft ging es mit einigen Anekdoten zur Bierstadt Grimma weiter zur Adler Apotheke. Neben Wissen über Kräuter, Martin Luther und Hildegard von Bingen wurde jedem ein Gläschen Adlergeist verabreicht. Durch die Hintertür war das nächste Ziel die Fleischerei Müller. Doch erst einmal wurde die Bierstadt Grimma zur Weinstadt erklärt. „Grimma ist ein sehr sumpfiges Gebiet und nichts hält den Boden besser trocken als Wein. So pflanzten viele Grimmaer sich im Mittelalter Weinstöcke vor die Tür", erklärt Ziegra.

Auf dem Hinterhof des Kreativhauses Ziegler, gab es einiges über die Husaren zu berichten. Einst hatten sie dort ihre Wohnstätten. Augenzwinkernd hatte Ziegra hier einen Spruch parat: „Jeder Husar weiß ganz genau, erst das Pferd und dann die Frau". Vom Hinterhof in der Fleischerei angekommen, gab es schon die nächste Köstlichkeit. Auf einen Tablett wurden vom Fleischermeister Gerald Müller mit Wurst belegte Schnittchen gereicht. „Hier riecht es noch nach Fleischer", waren sich alle einig. Gerald Müller erzählte noch einiges zur Geschichte des Ladens, der 1892 erbaut wurde. Gut gestärkt ging es in die Schwarze Küche. Hier gab es Honigwein zu probieren und die mittelalterliche Küche zu bestaunen. Nach dem mittelalterlichen Ackerbürgergut, in dem sich die Küche befand, ging es zur letzten Station. Im Ratskeller gab es Pumpernickel mit Frischkäse.

„Es war wirklich eine wunderbare Stadtführung. Einfach mal etwas ganz anderes", freut sich Gisela Scholz und Wolfgang Eisebith, begeistert. „Frank Ziegra hat einfach alles wunderbar erklärt. Auch die Bezüge zum Mittelalter waren Spitze. Außerdem konnte man so auch einmal Räume sehen, in die man sonst gar nicht rein kommt", erklärt Eisebith. „Ich mache die kulinarische Stadtführung nun schon seit drei Jahren. Es macht jedes Mal wieder großen Spaß. Bis jetzt war das Resümee immer positiv. Wir haben in der Strecke einige Veränderungen durchgeführt. Das hat sich bewährt", meint Ziegra. Die kulinarische Stadtführung findet einmal im Monat statt. Die Termine für Februar und März stehen schon fest. Am 9. Februar und am 9. März wird sich Frank Ziegra die Kochmütze wieder schräg auf den Kopf setzen, um die köstliche Seite Grimmas seinen Gästen zu präsentieren. Viktoria Kippka

Cornelia Braun

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