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Grimma Mit dem Direktor auf Rundgang durchs Grimmaer Gymnasium
Region Grimma Mit dem Direktor auf Rundgang durchs Grimmaer Gymnasium
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05:00 25.01.2010

Das St. Augustin Gymnasium in Grimma, mit seinem Haupthaus in der Klosterstraße und dem Seume-Haus in der Colditzer Straße, lud Gymnasiumsanwärter und deren Eltern am Wochenende zum Tag der offenen Tür ein. Dieser begann traditionell in der Aula des Haupthauses mit einer Einführung durch Schulleiter Wolf-Dieter Goecke.  

 Grimma. Am Wochenende öffnete das St Augustin-Gymnasium seine Pforten für Besucher und künftige Schüler. Eltern interessierten sich auch für das Internatsangebot des Gymnasiums.

  „Sicher sind noch Fragen offengeblieben“, meinte Goecke, lud dazu ein, die Antworten bei einem Rundgang durch die Schule zu finden. Dazu präsentierten sich ein Teil der etwa 950 Schüler und 113 Lehrer in beiden Häusern in ihren Klassenzimmern und Fachkabinetten. Als Besonderheit seiner Schule hob Goecke Angebote hervor, „die über den Unterrichtsstoff hinausgehen und ihn teilweise ergänzen.“ Stellvertretend sei da im musisch-künstlerischen Bereich ein Talentewettstreit und die Theatergruppe genannt, überdies sportliche Aktivitäten und ein Geschichtswettbewerb. Genau solche außerschulischen Angebote stießen bei Familie Fleck aus Colditz auf besonders großes Interesse. „Der Lehrplan ist sicher überall gleich. Nicht aber das, was darüber hinaus geht. Und gleich gar nicht das Ambiente einer Schule mit seiner Außenwirkung“, meinte Vater Roberto, der sich mit Tochter Claudia informierte. Auf ihrem Wegweiser durch das Schulhaus war das Internat dick angekreuzt, was sie ebenfalls besichtigen wollten. Ein öffentliches Plädoyer dafür gaben Josefa Große und Marc-Steven His schon zur Einführung in der Aula. Die beiden stellten sich als „Neulinge“ vor, die erst seit wenigen Monaten ihre Internatserzieher als „Ersatzeltern“ sehen. Demnach hat Internatsleiterin Petra Franke gleich 48 Kinder, denn so viele Internatsbetten sind belegt. Doch die Pädagogin lobte nicht nur diese zwei Neuzugänge, deren abverlangte Selbständigkeit stetig wachsen würde. „Dinge wie Ranzen- und Sachenpacken, Hausaufgaben machen – das müssen die Internatbewohner hier in eigener Regie meistern, wo zu Hause vielleicht noch Mama und Papa zur Hand gehen.“ Hilfreich sei eine „Rückkopplung auf kurzem Weg über die Schule.“ Mit diesem Präsentationstag hegte Wolf-Dieter Goecke aber auch Wünsche. „Dass von allen Seiten – nicht ausschließlich seitens der Eltern – mehr Geduld an den Tag gelegt wird für die Umsetzung von Konzeptionen der Schule, also genügend Zeit zuzulassen, etwas wachsen zu lassen.“ Mit einem zweiten Wunsch brach der Schulleiter eine Lanze für seine Lehrerschaft. „Dass die Akzeptanz für schulische Leistungen steigt. Bildung wird oftmals als nicht produzierender Bereich gesehen. Wir formen aber heute die Menschen, die schon morgen das gesellschaftliche Leben bestimmen und steuern.“

Frank Schmidt

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