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Grimma Mit dem Oberbürgermeister per Rad durch Grimma
Region Grimma Mit dem Oberbürgermeister per Rad durch Grimma
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18:39 05.06.2011
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. Natürlich in der Erwartung, dass sich dem Slogan nach auch viele Stadtratsmitglieder unter das in die Pedale tretende Volk mischen würden.

Doch nur wenige Kommunalpolitiker nutzten die Gelegenheit, mit ihren Wählern auf sportliche Art auf du und du zu gehen. Unter den dennoch über 30 Teilnehmern fiel Tino Petzold mit seinen zwei Söhnen Tom (7) und Joshua (9) auf. Sie wohnen eigentlich in Machern und wollten bei dieser Gelegenheit die Umgebung und damit neue Ausflugsziele ganz in Familie näher kennenlernen.

Für Oberbürgermeister Matthias Berger als oberster Pedalritter war es indes wichtig, „Orte anzusteuern, die im neuen Gemeindegebiet etwas Besonderes darstellen." Die Routenplanung lag in den Händen von Gerhard Heinrich, der mit seiner Truppe von der Radsportgemeinschaft Grimma besonders stark vertreten war, ja sogar die Strecke schon probehalber abgefahren hatte. Und so wurde es mit reichlich 35 Kilometern eine abwechslungsreiche Tour. Vorbei an duftenden Heufeldern sowie an Getreide- und Rapsschlägen, deren Bestände durch Mohn- und Kornblumen mit kontrastreichem Rot und Blau durchzogen sind. Aber auch vorbei an Bauwerken, die schon sehr bald in ihrem jetzigen Aussehen nicht wiederzuerkennen sein werden.

Dazu gehörte besonders Grimmas Stadtmauer parallel zur Mulde, dort wo gegenwärtig die Hochwasserschutzmauer errichtet wird. Aber, sagte Berger, „wir haben dann ein funktionierendes Wegesystem, das bisher nur Wiese und ein Trampelpfad war". Wo sich aber auch der Schulhof des Gymnasiums St. Augustin befinde, gab Stadtrat Klaus-Dieter Tschiche zu bedenken. Denn über die Gestaltung dieses Areal sei noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zur Neugestaltung am Fluss gehört der Wiederaufbau der Pöppelmannbrücke, der, wie Berger erklärte, mit etwa sechs Monaten im Verzug sei. „Das resultiert vor allem aus dem Hochwasser der letzten Jahre. Aber in drei bis vier Monaten wird der zweite Brückenteil montiert." Vielleicht sei es zu schaffen, dass zum zehnten Flut-Jahrestag 2012 die 62,7 Meter breite Stahlkonstruktion den Fluss wieder überspannt.

Nichts Neues zu berichten gab es zum Alten Seminar. Da drehe man sich im Kreis wegen einer Entscheidung für eine teure Sanierung, die mit gut vier Millionen Euro zu Buche schlagen würde, so wie es sich der Denkmalschutz vorstellt, oder eben für den Abriss und Neubau in architektonisch ähnlicher Form, was der Stadt nur halb so teuer zu stehen käme, sagte Berger.

Frank Schmidt

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