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Grimma Mit dem richtigen Zug zur Meisterschaft
Region Grimma Mit dem richtigen Zug zur Meisterschaft
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08:00 08.03.2010
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Trebsen/Altenhain

Zum anderen, weil er meinte, dass es Isabell gut tun würde, das Stillsitzen zu lernen. „Sie war ein Wildfang und sollte bald in die Schule gehen. Es lag also nahe, nach etwas zu suchen, was sie begeistern könnte und gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit fördert“, erinnert sich Jörg Neumann. Da er selbst als Kind in der Abteilung Schach des Grimmaer Sportvereins ein Zuhause hatte, schaute er dort vorbei. Da waren die alten Freunde, Leute, denen man vertraute. Da waren wie einst auch Kinder, denen Eröffnungen und Züge beigebracht wurden. Beste Voraussetzungen also, dass sich seine Tochter wohl fühlen könnte. Wie richtig diese Entscheidung war, zeigte sich schnell. Isabell hatte Spaß am Schachspiel und die nötige Ausdauer. Denn Misserfolge gehören dazu. „So ungefähr eineinhalb Jahre habe ich nur verloren“, schnattert die Neunjährige munter drauf los und reflektiert die Matts von damals heute mit einem Lächeln. Völlig zu Recht. Denn mittlerweile gehört Isabell zu den Erfolgsträgern des Grimmaer Schachklubs. Zum dritten Mal qualifizierte sie sich für die Sachsenmeisterschaft. Nach Ostern wird sie die Koffer packen und für eine Woche nach Sebnitz fahren, um sich dort mit den Besten zu messen. Ganz vorn wäre sie dort zwar noch nie gelandet, räumt die Altenhainerin ein. Doch die Konkurrenz sei stark. Daher verbuche sie den fünften Platz in der Altersklasse U8 und den achten Platz in der Altersklasse U10 durchaus als Erfolg. Es müsse erst einmal geschafft werden, dorthin zu kommen, ergänzt der Papa. Sowohl im Kreis als auch im Bezirk müsse durch Qualifikationen das Ticket gelöst werden. „Nur in diesem Jahr hatte ich etwas Glück, weil eine Veranstaltung verschoben wurde. Da stand es für mich eigentlich etwas knapp. Doch nun fahre ich doch“, freut sich die Neunjährige. Ohne regelmäßiges Training sei auch in dieser Sportart nichts zu erreichen. Neben den wöchentlichen Übungsstunden in Grimma, grübelt Isabell zusätzlich an Partien, die gegen den Computer oder eben gegen Papa gewonnen werden wollen. „Täglich spiele ich mindestens eine Stunde“, erzählt die Viertklässlerin. Zu viel sei ihr das nicht. „Schach ist nicht langweilig. Das ist spannend. Und ehrlich gesagt, mir hat es in Mathe geholfen. Schach trainiert das logische Denken“, sagt sie. Papa Jörg schmunzelt: Stillsitzen und Konzentrieren, das hat seine Tochter gelernt. Und sie hat Spaß daran. Damit vielleicht noch mehr große und kleine Leute die Lust am Schach entdecken oder wiederbeleben, haben die Neumanns jetzt vor, in Altenhain eine Art Schachklub zu gründen. „Wir hatten hier schon mal einen Klub, einen sehr guten sogar“, erinnert sich Jörg Neumann und hofft auf reges Interesse.

Conny Hanspach

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