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Grimma Mit vielen Eindrücken zurück in Colditz
Region Grimma Mit vielen Eindrücken zurück in Colditz
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13:57 19.05.2015
Austausch: Colditzer Zehntklässler sprechen in Almaty mit kasachischen Schülern über die Speisen und Getränke der verschiedenen Nationen. Quelle: Privat

"Sie war ein voller Erfolg und hat unsere Erwartungen weit übertroffen", sagt die Pädagogin strahlend. Besonders imponiert habe den Schülern die äußerst herzliche Gastfreundschaft in und um Almaty, das vielen noch unter seinem alten Namen Alma-Ata bekannt ist. "Diese Fürsorge ist phänomenal. Man merkt noch, dass bei Nomadenvölkern der Gast König ist", so Guhlmann. Vor allem am vielen guten Essen habe sich das gezeigt, das den Colditzern serviert wurde.

Fasziniert sei die sächsische Delegation auch von der hohen Lernbereitschaft - speziell der deutschen Sprache - und vom guten Klassenklima in der besuchten Schule gewesen. "Ausgrenzung gibt es dort nicht. Viele der Schüler sehen das Sprachdiplom in der elften Klasse als Sprungbrett für ein Studium in Deutschland", berichtet die Lehrerin. Positiv überrascht hätten zudem die vielen Grünanlagen in der Stadt und der schnelle Transfer von A nach B. "Viele von uns haben Busse genommen und blieben im Stau stecken. Einige sind auch Schwarztaxi gefahren."

Die Schule selbst war zu klein, um alle Kinder auf einmal aufzunehmen. "Es gibt dort 1500 Schüler, aber nur 80 Klassenzimmer. Darum wurde der Tag in zwei Schichten geteilt. Unsere begann morgens um 7.30 Uhr", erläutert Guhlmann. Die Colditzer Kinder absolvierten sechs Stunden Unterricht pro Tag - auch sonnabends. In den Fächern Kasachisch und Russische Literatur haben sie kaum etwas verstanden, bei Geschichte und Chemie fanden sie sich besser zurecht. "Im Deutschunterricht wurden wir natürlich richtig stark eingebunden. Wir haben unter anderem unser Bundesland Sachsen präsentiert, das viele Kasachen bereits kannten, da fast alle schon einmal in Deutschland waren", berichtet Guhlmann.

Nicht alles, was die Sophienschüler sahen und erlebten, stieß auf ihren Geschmack. Sie kritisierten beispielsweise die überfüllten Busse. An den Sanitäranlagen müsse ebenso wie an den kaputten Fußwegen gearbeitet werden. "Und Verkehrsregeln sollte es geben. Man hat das Gefühl, wer als Erster hupt, hat Recht", erzählt Monika Guhlmann mit einem Schmunzeln.

Am Mittwoch, 25. Juni, wollen die Reisenden ab 19 Uhr in die Aula der Sophienschule von ihren Erlebnissen berichten. Der Eintritt ist frei. Es könnte sein, dass eine Spendenbox an den Ausgängen bereitsteht, um einen Gegenbesuch aus Kasachstan zu finanzieren. Denn in der Festwoche zur 750-Jahrfeier von Colditz werden 2015 die dortigen Kinder die Sophienschule besuchen. "Das ist nun fest eingeplant. Unsere Schüler werden dabei die Schüler ihrer Gasteltern bei sich aufnehmen. Bis dahin werden die Mädchen und Jungen untereinander über die modernen Kanäle des Internets kommunizieren", sagt die Russisch-Lehrerin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2014
Seidler, Robin

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