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Grimma Mitnetz Strom investiert 2018 eine Million Euro im Raum Colditz
Region Grimma Mitnetz Strom investiert 2018 eine Million Euro im Raum Colditz
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00:32 09.06.2018
In diesem Jahr will Mitnetz Strom in Colditz und Bad Lausick rund eine Million Euro investieren. Quelle: dpa
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Colditz/Bad Lausick

Mitnetz Strom verbessert die Qualität der Stromversorgung im Südosten des Landkreises Leipzig. Noch in diesem Jahr will der EnviaM-Netzbetreiber etwa 15 größere Bauprojekte realisieren. Nach Angaben von Sprecherin Evelyn Zaruba investiert das Unternehmen in Colditz und Bad Lausick allein 2018 rund eine Million Euro. So würden Freileitungen gegen Erdkabel getauscht und Transformatorenstationen modernisiert.

Zu den umfangreichen Vorhaben gehört unter anderem die Verkabelung der Mittel- und Niederspannungsfreileitung entlang des Kötteritzscher Rings in Sermuth. Dabei werden in zwei Bauabschnitten insgesamt 900 Meter Mittelspannungsfreileitung durch 1200 Meter Mittelspannungskabel und 1400 Meter Niederspannungsfreileitung durch 1300 Meter Niederspannungskabel ersetzt. Betroffene Freileitungs-Hausanschlüsse verschwinden, an ihre Stelle kommen Kabel-Hausanschlüsse. Des weiteren wird eine Transformatorenstation aus dem Jahr 1959 durch eine moderne Kompaktstation ersetzt. Die Bauarbeiten laufen bereits und werden bis 2019 andauern. Insgesamt investiert Mitnetz Strom in das Vorhaben rund 335 000 Euro.

Einen weiteren Schwerpunkt in Colditz bilden die Arbeiten entlang der Leipziger Straße. Dort werden auf einer Länge von 310 Metern Mittelspannungskabel von einer privaten Grundstücksfläche in den öffentlichen Verkehrsraum verlegt; außerdem sollen 200 Meter Niederspannungsfreileitung durch 260 Meter Niederspannungskabel ersetzt werden. Hintergrund, so Sprecherin Evelyn Zaruba, sei die Verbesserung der Versorgungssicherheit. Bis August soll das Vorhaben, das 50 000 Euro kostet, gestemmt sein, heißt es.

Auch in Bad Lausick wird gebaut

Entlang der Heinersdorfer Straße in Bad Lausick wird derweil eine störanfällige, altersschwache Mittelspannungsfreileitung verkabelt. Auch hiervon verspricht sich der Netzbetreiber künftig eine größere Versorgungssicherheit. Die Arbeiten starteten im Februar und sollen – Stand heute – Ende des Jahres abgeschlossen sein. Kostenpunkt: 45 000 Euro.

Transformatorenstationen werden ausgetauscht

In der Badstraße in Bad Lausick wird eine fernsteuerbare Transformatorenstation gebaut. Das Vorgängermodell stammte noch aus dem Jahr 1967. Entlang der Badstraße und der Querstraße werden auf einer Länge von 530 Metern Mittelspannungskabel verlegt, dazu Niederspannungskabel auf einer Länge von 340 Metern. Ausgedient hat die Beuchaer Turmstation in der Steinbacher Straße (Baujahr 1941). Auch dort nimmt eine moderne Kompaktstation mit Fernwirktechnik den Betrieb auf. Die Vorhaben sind abhängig vom Straßenausbau der S 11. Sie dienen der Optimierung des Netzes. Die maximalen Übertragungsleistungen können so erhöht und neue Einspeisepunkte geschaffen werden, teilt der Versorger mit. Bis Jahresende sollen die Projekte mit einem Volumen von 170 000 Euro beendet sein. Uwe Härling, Leiter der Netzregion Westsachsen, lobt die neue Technik in den höchsten Tönen: „Die fernschaltbare Trafostation sorgt bei Stromausfällen für eine schnellere Wiederversorgung der Kunden.“ Sollten Störungen auftreten, würden diese in der Netzleitstelle Taucha bei Leipzig erkannt. „Dort kann dann sofort reagiert werden und per Funk, ganz ohne Mitarbeiter vor Ort, auf funktionierende Leitungen umgeschaltet werden.“

Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74 000 Kilometern

Trafostationen in den Ortsnetzen werden immer mehr mit fernschaltbarer Technik ausgestattet. In den kommenden Jahren baut Mitnetz Strom diese auf insgesamt 1200 Trafostationen aus. Der Landkreis Leipzig verfügt derzeit über zehn solcher Trafostationen. Bis 2019 wird der Kreis mit weiteren vier fernschaltbaren Stationen ausgestattet. Der Netzbetreiber investiert dafür rund 300  000 Euro. Für den reibungslosen Netzbetrieb im Landkreis Leipzig sind die Mitarbeiter an den Standorten Frohburg, Markkleeberg und Taucha zuständig.

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (Mitnetz Strom) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist Mitnetz Strom unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das vom Unternehmen betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74 000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Von Haig Latchinian

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